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Archiv => Archiv => Pressemeldungen Januar 2021 => Thema gestartet von: Uwe am 15. Januar 2021, 11:35
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"Notwendige Maßnahme"
Rundfunkbeitrag: Deutschlandradio kündigt Tarifverträge
Quelle: DWDL von Timo Niemeier 15.01.2021
Die Nicht-Erhöhung des Rundfunkbeitrags zum neuen Jahr hat nun erste Auswirkungen auf die Mitarbeiter des Deutschlandradios. Dort hat man nämlich entschieden, den bestehenden Tarifvertrag zu kündigen.
[...] Schon kurz nachdem ARD, ZDF und Deutschlandradio vor dem Bundesverfassungsgericht mit ihrem Eil-Antrag gegen die Nicht-Erhöhung des Rundfunkbeitrags gescheitert waren, kündigte das Deutschlandradio "kurzfristig umsetzbare Sparmaßnahmen" an. Durch die Kündigung des Tarifvertrags kommt es jetzt erst einmal nicht zu einer eigentlich schon vereinbarten Gehaltserhöhung ab April in Höhe von 2,25 Prozent für die Beschäftigten.[/b]."
weiterlesen auf:
https://www.dwdl.de/nachrichten/81105/rundfunkbeitrag_deutschlandradio_kuendigt_tarifvertraege_/ (https://www.dwdl.de/nachrichten/81105/rundfunkbeitrag_deutschlandradio_kuendigt_tarifvertraege_/)
Siehe auch tangierende Themen u.a. unter
NDR streicht geplante Steigerung von Gehältern und Honoraren (01/2021)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=34846.0
Trotz blockierter Beitragserhöhung – SWR steht zu Gehaltssteigerungen (02/2021)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=34853.0
Auch veröffentlicht auf Twitter und Facebook.
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[...] Durch die Kündigung des Tarifvertrags kommt es jetzt erst einmal nicht zu einer eigentlich schon vereinbarten Gehaltserhöhung ab April in Höhe von 2,25 Prozent für die Beschäftigten."
https://www.dwdl.de/nachrichten/81105/rundfunkbeitrag_deutschlandradio_kuendigt_tarifvertraege_/ (https://www.dwdl.de/nachrichten/81105/rundfunkbeitrag_deutschlandradio_kuendigt_tarifvertraege_/)
ROFL - Da sieht man, wofür die 86 Cent soooo dringend gebraucht werden. Nicht für die Rettung der Rundfunkfreiheit, oder gar der Demokratie. Nein, sie werden so dringend für die Rettung der Geldbeutel der Beschäftigten gebraucht.
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Zeit (dpa), 15.01.2021
Rundfunkbeitrag
Deutschlandradio kündigt Tarifverträge
Die Blockade der Rundfunkbeitragserhöhung hat Konsequenzen für die Beschäftigten der Öffentlich-Rechtlichen. Beim Deutschlandradio entfällt eine geplante Gehaltserhöhung.
von Mathias Peer
[...]
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) kritisierte den Sender dafür. "Das könnte eine Vorreiterrolle mit sich bringen, die zu einem Flächenbrand führt", sagte der Bundesvorsitzende Frank Überall.
[...] So soll zum Beispiel der Ausbau des DAB+-Sendernetzes unterbrochen oder zeitlich verschoben werden. [...] Raue betonte, Priorität habe gehabt, dass man bis zu einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Hauptverfahren keine Schritte beschließen wollte, "die den Programmauftrag maßgeblich beeinträchtigt hätten".
Weiterlesen unter
https://www.zeit.de/kultur/2021-01/rundfunkbeitrag-oeffentlich-rechtliche-deutschlandradio-tarifvertrag
Danke @Frühlingserwachen
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Ganz interessant wird es aber hiermit:
Welt, 15.01.2021
Kein höherer Rundfunkbeitrag – Deutschlandradio kündigt Tarifverträge
https://www.welt.de/kultur/medien/article224404408/Deutschlandradio-kuendigt-Tarifvertraege-weil-Rundfunkbeitrag-nicht-erhoeht-wird.html
[...]
Der DJV-Bundesvorsitzende Überall betonte zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk: „Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts sorgt für große Verunsicherung sowohl bei den festen freien MitarbeiterInnen als auch bei den fest angestellten.“ Man habe beim DJV die Befürchtung, dass die Sender „große Streichorgien“ vornehmen, „die sich negativ auf das Programm und die Beschäftigten auswirken“.
Überall, der selbst auch als freier Mitarbeiter für den Westdeutschen Rundfunk (WDR) tätig ist, warnte davor, dass Aufträge für die frei angestellten Mitarbeiter wegfallen und womöglich auch Stellen gestrichen werden könnten. „Das auf dem Rücken der Beschäftigten auszutragen, ist für mich der falsche Weg.“
[...]
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Wenn die Leute weiterhin das "verdienen", was sie bisher an Gehalt bekommen haben, wo ist denn da ein Einschnitt in den Programmauftrag, Herr Überall?
Und müssen wir nicht alle dank Coronakrise kürzertreten?
Und wie erklärt man das den Leuten, die seit bald einem Jahr auf Kurzarbeit sind und mit sogar weniger als bisher aufs Konto überwiesen wurde auskommen müssen?
Bist Du *** oder nur mit Realitätsverlust gebeutelt? Egal welche Variante, denkbar schlecht für jemanden, der Journalismuslobbyist ist...
***Edit "Bürger": Begriff/e entfernt. Auf Wortwahl achten!
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Wenn die Rundfunkanstalten wegen der paar Cent schon Stellen oder fest verplante freie Verträge streichen "müssen", dann haben sie offensichtlich völlig falsch gewirtschaftet.
Jede Firma rechnet damit, dass die Einnahmen auch bleibend um 5% sinken können.
Nur der deutsche öffentlich-rechtliche Rundfunk rechnet nicht damit, sondern meint, irgendwas "anmelden" zu können und Verfassungsbruch! Verfassungsbruch! zu kreischen, wenn das Geld nicht sofort kommt.
Im deutschen Bildungssystem brennt es wesentlich mehr. Nicht nur jahrelang gesperrte Schultoiletten.
Ich kann auch als Kritiker des Rundfunkbeitrags in seiner gegenwärtigen Form erwarten, dass mit meinem Geld wirtschaftlich umgegangen wird.
>:(
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Auch auf spiegel.de. Beachtenswert die Anzahl der (internen / externen) Mitarbeiter beim DLF! Interessant auch die zunehmend sachlich kritischen, teils entlarvenden, Kommentare der Leser zum Artikel auf spiegel.de.
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spiegel.de, 15.01.2021
Nach gescheiterter Erhöhung des Rundfunkbeitrags
Deutschlandradio kündigt die Tarifverträge seiner Mitarbeiter
Das Deutschlandradio kündigt an, aus dem laufenden Tarifvertrag auszusteigen. Laut Sender ist der Schritt eine Folge der von Sachsen-Anhalt blockierten Erhöhung des Rundfunkbeitrags.
Das Deutschlandradio hat von einem Sonderkündigungsrecht der laufenden Tarifverträge Gebrauch gemacht. Grund ist laut den Verantwortlichen die von Sachsen-Anhalt blockierte Erhöhung des Rundfunkbeitrags […]
Beim Deutschlandradio arbeiten derzeit 725 fest angestellte Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit – das entspricht 640 Vollzeitstellen. Zudem gibt es 685 arbeitnehmerähnliche Beschäftigungsverhältnisse und zwischen 5000 und 6000 freie Mitarbeiter auf Honorarbasis. […]
weiterlesen:
https://www.spiegel.de/kultur/nach-gescheiterter-erhoehung-des-rundfunkbeitrags-deutschlandradio-kuendigt-die-tarifvertraege-seiner-mitarbeiter-a-20f35c53-0ece-4a07-9f04-bada83becb85
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Die dpa-Meldung auch bei heise.de:
heise.de, 15.01.2021
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Kein höherer Rundfunkbeitrag: Deutschlandradio kündigt Tarifverträge
Vorerst wird der Rundfunkbeitrag nicht steigen. Ein Verfahren läuft beim Bundesverfassungsgericht. Folgen gibt es bereits für die Beschäftigten.
[…]
Intendant Stefan Raue betonte: "Die Kündigung des laufenden Tarifvertrags ist für Deutschlandradio eine leider notwendige Maßnahme, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viel abverlangt." Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) kritisierte den Schritt. Der Bundesvorsitzende Frank Überall sagte der dpa: "Das könnte eine Vorreiterrolle mit sich bringen, die zu einem Flächenbrand führt."
[…]
Weitere Sparmaßnahmen
[…]
Verunsicherung bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
[…]
weiterlesen:
https://www.heise.de/news/Kein-hoeherer-Rundfunkbeitrag-Deutschlandradio-kuendigt-Tarifvertraege-5025407.html
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