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Archiv => Archiv => Pressemeldungen September 2018 => Thema gestartet von: ChrisLPZ am 07. September 2018, 15:41

Titel: 17 Interviews zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Beitrag von: ChrisLPZ am 07. September 2018, 15:41
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journalist - Das Medienmagazin, 07.09.2018

Interviewreihe: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk

17 Interviews zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der journalist hat zusammen mit Studierenden der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft eine große Interviewreihe initiiert, die versucht, ein vielfältiges Stimmungsbild der Situation von ARD und ZDF einzuholen.

journalist-Chefredakteur Matthias Daniel gibt einen Überlick.


Zitat
"Ein perfektes System gibt es nicht." Das sagt Hermann Eicher im 4. Teil unserer Interviewreihe. Eicher ist Justiziar des SWR und gilt als "Erfinder" des Rundfunkbeitrags. Ein Begriff, den Kritiker oft meiden. Da wird immer noch von "GEZ-Gebühr" gesprochen oder, wenn es noch etwas abfälliger klingen soll, von "Zwangsgebühr". Hermann Eicher ist Kritik gewohnt, sie gehört quasi zu seinem Job, denn "eine Abgabe zahlt niemand gerne". Und so stehen die monatlich 17,50 Euro oft beispielhaft für das, was Menschen am gesamten System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auszusetzen haben.
ARD, ZDF und die anderen öffentlich-rechtlichen Sender stehen in der Kritik wie selten zuvor. Es geht um Geld, um Inhalte, um Struktur, es geht um Plattformen, um Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit, es geht um den Auftrag. Es geht scheinbar um alles. […]

Hier die Übersicht der Interviews:
Teil 1: Julia Rehkopf (Y-Kollektiv): "Der Moment muss echt sein" (von Marième Kandji)
Teil 2: Ralf Kabelka (Autor/Comedian): "Was soll das für eine Satire sein, die politisch ausgewogen ist? (von Alexander Hartwig)
Teil 3: Steffen Grimberg (MDR Medien360G): "Da steckt noch Leben drin" (von Kimberly Schäfer)
Teil 4: Hermann Eicher (SWR-Justiziar): "Ein perfektes System gibt es nicht" (von Mariella Linkert)
Teil 5: Leonhard Ottinger (RTL-Journalistenschule): "Ohne Öffentlich-Rechtliche würde mir etwas fehlen" (von Kendra Roth)
Teil 6: Michael Hanfeld (FAZ-Medienredakteur): Der Begriff Staatsjournalismus als "polemische Zuschreibung" (von Theresa Templin)
Teil 7: Sebastian Katthöver (Deutsche Welle): "YouTube ist nachhaltiger als Facebook" (von Julia Brockmann)
Teil 8: Clarissa Corrêa da Silva (Wissen macht Ah!): "Man sollte immer wozu fragen und nicht warum" (von Cindy Simon)
Teil 9: Thomas Laufersweiler (ARD.de-Redaktionsleiter): "Wir können kein deutsches Netflix werden" (von Tolgahan Gercek)
Teil 10: Thomas Nückel (FDP-Medienpolitiker): "Das muss sich ändern" (von Tim Hartmann)
Teil 11: Axel Link (TV-Betreiber): "Der Wunsch des Publikums, selbst zu bestimmen, wird noch größer werden" (von Vanessa Schmitz)
Teil 12: Florentin Will (Comedian/Autor): "Ich habe gar keinen Fernseher zu Hause" (von Lars Pricken)
Teil 13: Andreas Lützkendorf und Claudia Stocksieker (Tagesschau/Mics News): "Es ist unser Auftrag, alle zu erreichen" (von Jeff Rossler)
Teil 14: Ulrich Potofski (Moderator): "Live-Fußball wird weitgehend aus den öffentlich-rechtlichen Programmen verschwinden" (von Mario Schmidt)
Teil 15: Sven Tritschler (AfD-Landtagsabgeordneter in NRW): "Die Führungskräfe der Tagesschau wissen, was von ihnen erwartet wird" (von Anke Kleefisch)
Teil 16: Meike Raabe (Psychologin): "Das ist meistens ein innerer Kampf" (von Marlene Kruppa)
Teil 17: Christoph Bökamp (CvD Meworks): "Wir brauchen so viele seriöse Quellen wie möglich" (von Noémi-Raquel Itgen)

Weiterlesen und Links zu den jeweiligen Interviews auf:
http://www.journalist-magazin.de/hintergrund/interviewreihe-der-oeffentlich-rechtliche-rundfunk (http://www.journalist-magazin.de/hintergrund/interviewreihe-der-oeffentlich-rechtliche-rundfunk)
Titel: Re: 17 Interviews zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Beitrag von: Bürger am 07. September 2018, 16:25
Danke für diesen Fund!

Es könnten (sollten?) der Ausgewogenheit und größeren Bandbreite der öffentlichen Debatte wegen
weitere Interviewpartner vorgeschlagen werden ;)

Übersicht mögl. Gastautoren/Interviewpartner/Redner zu "Rundfunkbeitrag" etc
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,28623.0.html

Wer könnte dies - unter Hinweis auf die Quellen und Kontakte - beim "journalist" Medienmagazin anbringen?
Danke für die Mitwirkung.
Titel: Re: 17 Interviews zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Beitrag von: Frühlingserwachen am 07. September 2018, 16:33
Zu Herrman Eichers Interview:

Zitat
Es gibt Menschen, die knapp über der Sozialbedürftigkeit liegen. Für sie kann auch ein Betrag von 17,50 Euro ein Problem sein. Wir bemühen uns, auf solche Fälle einzugehen. An der uns auferlegten Verpflichtung, den Rundfunkbeitrag auf gesetzlicher Grundlage einzuziehen, können wir aber natürlich nichts ändern.

Herr Eicher soll mir mal einen Fall nennen, wo knapp über der Sozialbedürftigkeit der Zwangsbeitrag erlassen wurde.
Mir ist keine Verhandlung am VG Freiburg bekannt, wo der/die Richter/in darauf eingegangen wäre.
Er wiederholt immer wieder die gleichen abgedroschenen Sprüche, die mit der Realität nichts zu tun haben.
Titel: Re: 17 Interviews zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Beitrag von: Markus KA am 07. September 2018, 16:59
Sonderbarerweise haben die Beiträge dieser Zeitschrift einen Hang zur Verherrlichung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Zeigen doch Hochschulen für Medien gerne eine gewisse Verbundenheit zum ÖRR, wie uns bereits aus anderen Diskussionssendungen bekannt ist. Verwunderlich oder irreführend könnte der Titel der Zeitschrift "Journalist" sein, wenn man einen freien und unabhängigen Journalismus erwartet.

Beispielanwort aus einem Interview:
Zitat
"Was für einen Grund gibt es heutzutage, für einen, der einigermaßen helle in der Birne ist, noch Sat.1 zu gucken?"
Von weiteren Beispielen aus diesen Interviews wird abgesehen, sonst müsste sich der ein oder andere Leser übergeben.

Aber die Antwort ist eigentlich eindeutig, der Titel der Zeitschrift müsste ja sonst heißen "Der freie und unabhängige Journalist" 8)
Titel: Re: 17 Interviews zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Beitrag von: Leo am 07. September 2018, 17:43
Zu Herrman Eichers Interview:

Zitat
Es gibt Menschen, die knapp über der Sozialbedürftigkeit liegen. Für sie kann auch ein Betrag von 17,50 Euro ein Problem sein.

Wenn religiöse oder Gewissensgründe vorliegen, spielt die Höhe des Betrages eine untergeordnete Rolle. Ich würde eine Forderung von 1,75 € im Monat aus den selben Gründen verweigern, aus denen ich eine Forderung von 17,50 € verweigere.

Vgl dazu auch:
Begründung Widerspruch/ Klage nach BVerfG-Urteil vom 18.07.2018?
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,28123.msg177561.html#msg177561
Titel: Re: 17 Interviews zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Beitrag von: sparks am 07. September 2018, 18:02
Zitat
... An der uns auferlegten Verpflichtung, den Rundfunkbeitrag auf gesetzlicher Grundlage einzuziehen, können wir aber natürlich nichts ändern.

Was für eine Heuchelei.
Herr Eicher hat maßgeblich beim Zustandekommen des Rundfunkbeitragsstaatsvertrages mitgewirkt und ist somit unmittelbar für dessen unsoziale Auswirkungen verantwortlich!


Edit "Bürger":
Zur in "Rundfunkbeitrag" bei ARD-ZDF-GEZ *federführenden* Personalie "Eicher" siehe u.a. unter
Behinderte ungeschützt vor öff-rechtl. Willkür – Eicher geht gg. Richter vor
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,25055.0.html
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,25055.msg158601.html#msg158601
Titel: Re: 17 Interviews zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Beitrag von: Housebrot am 07. September 2018, 18:09
Zitat
Dr.Eicher
"Ein perfektes System gibt es nicht." Das sagt Hermann Eicher im 4. Teil unserer Interviewreihe....
Und so stehen die monatlich 17,50 Euro oft beispielhaft für das, was Menschen am gesamten System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auszusetzen haben.

Ich habe weitaus mehr auszusetzen, als nur die Höhe des Zwangsbeitrages...

Und ich bin davon überzeugt, dass es viele weitere Menschen gibt, die nicht nur die Höhe, oder den Be(i)trag als solches kritisieren, sondern dass es viel, viel mehr Argumente gegen diese Zwangsabgabe gibt.

Aber was kann ich schon von einer voreingenommenen Meinungsmache pro Rundfunkbeitrag erwarten...

Grüße
Adonis
Titel: Re: 17 Interviews zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Beitrag von: faust am 07. September 2018, 19:08
... logisch, dass man nach diesem Witz - Urteil (und der bereits hörbaren Kritik aus der juristischen Fachwelt) eine "Charmeoffensive" braucht - der Einzige, den es zu lesen lohnt dürfte Hanfeld sein.

Aber es ist eben auch wie in der DDR  :police: :police: :police::
Wir lösen nicht das Problem, wir erhöhen die Propaganda - Frequenz -> denn wer nicht  (#) unserer Meinung ist, der  KANN  nur einen "falschen Standpunkt" haben und muss "überzeugt"  >:D werden ... Kenn ich alles - GÄÄÄÄHN ...
Titel: Re: 17 Interviews zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Beitrag von: pinguin am 07. September 2018, 21:20
Aber was kann ich schon von einer voreingenommenen Meinungsmache pro Rundfunkbeitrag erwarten...
Darf man jemandem, der beim Rundfunk beschäftigt ist, nicht zugestehen, daß er auch für den Rundfunk streitet? Sofern dieses Streiten mit legalen Mitteln erfolgt, ist doch nix dagegen zu sagen?


Edit "Bürger":
Beitrag gekürzt um vom Kern-Thema abschweifende Nebenbemerkungen, die zu weiteren vom Kern-Thema abschweifenden Nebendiskussionen führten.
Bitte eng und zielgerichtet am eigentlichen Kern-Thema bleiben, welches da lautet
17 Interviews zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
und insbesondere die Inhalte der im Einstiegsbeitrag verlinkten Interviews zum Gegenstand hat.
Danke für das Verständnis und die konsequente Berücksichtigung.
Titel: Re: 17 Interviews zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Beitrag von: Spark am 07. September 2018, 22:04
Zitat Eingangspost:
Zitat
Teil 13: Andreas Lützkendorf und Claudia Stocksieker (Tagesschau/Mics News):
"Es ist unser Auftrag, alle zu erreichen" (von Jeff Rossler)
Das ist und war niemals Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, noch irgendeines anderen Mediums.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll lediglich erreichbar sein, für denjenigen, der es denn wünscht - nicht mehr und nicht weniger.

Das ist klare Fanatikersprache die hier zum Besten gegeben wird.