Neueste Beiträge

Seiten: [1] 2 3 ... 10
1
 ... intelligenter  (#) Humor, aus einem Land, das keinen demokratisch verfassten Rundfunk hatte? - Das gibts doch gar nicht, das geht doch gar nicht  :police: !!!

Und die ARD erklärt uns (in ihrem feinen neuen "Manual" auf Seite 35) auch gleich warum:

" Unser Eigeninteresse an der gemeinsamen Rundfunkinfrastruktur ARD ist um­ fassender. Denn sie ist die Grundlage unseres privaten und wirtschaftlichen Wohlergehens. Und zwar sowohl dann, wenn wir selbst vom freien Zugang zum gemeinsamen Programm Gebrauch machen, als auch dann, wenn wir das nicht tun und stattdessen ‚nur’ von der sozialen, demokratischen und wirt­schaftlichen Stabilität profitieren, die die ARD sichert.
Die Rundfunkbeteiligung ist gelebte Eigenverantwortung für die deutsche Kultur, Wirtschaft und Demokratie als Grundlage unseres individuellen Wohl­ergehens. Nur in einem Land mit einer stabilen gemeinsamen Rundfunkinfra­struktur kann man frei und erfolgreiche leben und seinen Geschäften nachge­hen."

Speziell der letzte Satz dürfte gestandene Gesellschaftstheoretiker (Marx, Sombart, Weber) im Grabe rotieren lassen.
Aber die Wirklichkeit spielt ja hier eh keine Rolle.
2
Neues aus Uhlenbusch

In dieser laufenden Klage bez, Wohngeld im Saarland erklärt nun der SWR als Erwiderung ( wieso eigendlich SWR?)

Die Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts im Beschluss vom 30.11.2016 (AZ 1BVR 3269/08 - 1BVR665/10) hat der Gesetzgeber mit $4 Abs 6 S. 2 RBStV umgesetzt. Der gesetzlich geregelte Fall eines Härtefalls liegt nicht vor.

In § 4 Abs 1 hat der Gesetzgeber sämtliche Sozialleistungen, die zu einer Befreiung führen, abschließend aufgelistet. Er hat sich eindeutig dagegen entschieden, dass Wohn geld zu einer Befreriung führen kann


und unter anderem
Rechtsgrundlage für das hoheitliche handeln ist § 10 Abs 5 RBStV
3
Dies und Das! / Framing-Malheure des Dieselzeitalters: "Die Kuh im Propeller"
« Letzter Beitrag von marx am Gestern um 23:22 »
Die Kuh im Propeller gesprochen von Manfred Krug
youtu.be/YYIPSkfWPX0


Zitat
Grigori Kossonossow, der Wächter der Fliegerschule fuhr auf Urlaub in sein Heimatdorf.
»Nun, was ist, Genosse Kossonossow«, sagten die Kollegen beim Abschied: »Da ihr schon hinfahrt, könnt ihr vielleicht ein bisschen agitieren dort im Dorf. Sagt den Bäuerlein so und so, das Flugwesen entwickelt sich bei uns, vielleicht tragen sie etwas Geld zusammen für ein neues Flugzeug!«
»Da könnt ihr versichert sein«, antwortete Grigori Kossonossow, »wär was anderes, wenn es nicht ums Flugwesen ginge, aber darüber, seid unbesorgt, werd‘ ich schon was richtiges sagen!«
Kossonossow kam nach Hause und begab sich gleich am Tag seiner Ankunft zum Dorfsowjet. »Also«, sagte er, »ich will hier ein bißchen agitieren! Kann man nicht eine Versammlung einberufen?«
»Nun, warum nicht?«, antwortete der Vorsitzende: »Agitiert nur, agitiert nur!«
Am anderen Tag rief der Sowjet die Bauern beim Feuerwehrschuppen zusammen. Grigori Kossonossow trat vor sie hin und begann: »Also, so ist das, das Flugwesen, Genossen Bauern! Da ihr ein, naja, na Gott naja, ungebildetes Volk seid, werde ich euch etwas von der Politik erzählen. Hier, sagen wir mal, ist Deutschland und dort ist Frankreich. Hier Russland und da – naja, überhaupt…«
»Wovon redest du eigentlich, Väterchen?«, fragten die Bauern.
»Worüber?«, erklärte Kossonossow empört: »Über das Flugwesen natürlich! Blüht halt sehr auf das Flugwesen! Hier ist also Russland und da China.« Die Bauern hörten finster zu.
»Halt dich nicht auf!«, rief jemand von hinten: »Red‘ weiter!«
»Ich halt mich ja gar nicht auf«, sagte Kossonossow eingeschüchtert: »Ich red‘ ja über das Flugwesen. Es entwickelt sich bei uns, Genossen Bauern, nichts dagegen zu sagen, was wahr ist, ist wahr!«
»Hm, etwas unverständlich«, rief der Vorsitzende: »Sie, Genosse, müssen etwas volkstümlicher sprechen, damit sie die Masse auch versteht!« Kossonossow trat näher an den Haufen der Bauern heran, setzte verlegen das eine Bein vor und begann von neuem. »Also, Genossen Bauern – man baut Flugzeuge bei uns. Und nachher – ssst – fliegt man! In der Luft sozusagen! Nun, mancher natürlich hält sich oben nicht gut, bums, saust er runter wie der Fliegergenosse Jeremilkin, rauffliegen tat er ganz gut und dann bums, krach, ein nasser Fleck blieb übrig!«
»Ist doch kein Vogel schließlich«, sagten weise die Bauern.
»Eben, das sag‘ ich auch!«, sagte Kossonossow, erfreut über die Anteilnahme: »Natürlich kein Vogel! Ein Vogel, wenn der herunterfällt, nun ja, er schüttelt sich und los weiter. Anders beim Menschen. War da noch so ein anderer Flieger. Der fiel auf einen Baum und hing da wie ein Äpfelchen. Hat sich natürlich erschreckt, der Arme, es war zum kranklachen! Ja, ja, verschiedenes passiert so! Da ist einmal eine Kuh in den Propeller gekommen! Ritsch, ratsch weg war sie! Auch Hunde!«
»Und Pferde?«, fragten ängstlich die Bauern: »Auch Pferde, Väterchen?«
»Auch Pferde!«, sagte stolz im Brustton der Überzeugung der Redner. »Das kommt oft vor!«
»Ach, diese Kannallien, hol sie der Teufel!«, sagte jemand. »Was sie sich jetzt alles ausdenken. Pferde zu Tode quälen … Nun Väterchen – und das entwickelt sich jetzt, ja?«
»Eben, das sag ich ja! Es entwickelt sich, Genossen Bauern! Und darum, meine ich, sammelt die ganze Bauernschaft etwas Geld.«
»Wofür denn bloß?«, fragten neugierig die Bauern.
»Für ein Flugzeug natürlich!«, sagte der Redner.
Die Bauern lächelten sehr finster und gingen langsam auseinander. Geld für ein neues Flugzeug brachte Kossonossow, als er von seinem Urlaub zurückkam, nicht mit. Die Bauern seines Heimatdorfes waren eben noch ein zu ungebildetes Volk.

Michail Soschtschenko
4
Nordrhein-Westfalen / Re: Zwangsvollstreckung Raum Düsseldorf
« Letzter Beitrag von mullhorst am Gestern um 23:15 »
In einer laufenden Klage im Saarland erklärt der SWR als Erwiderung ( wieso eigendlich SWR- ist doch Saarl. Rundfunk)

Rechtsgrundlage für das hoheitliche handeln ist § 10 Abs 5 RBStV
5
Zitat
Genau diese Steuerung wird nun von Kritikern hinter dem Gutachten vermutet, weshalb [ARD-Generalsekretärin] Pfab mit einer Klarstellung auf der Homepage der ARD reagierte. Hier bekräftigt sie, dass es sich bei dem Gutachten weder um eine neue Kommunikationsstrategie noch um Handlungsanweisungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter handelt. Vielmehr werde das Papier bei internen Workshops "als Diskussionsgrundlage" genutzt, um über die Wirkung von Formulierungen mit Bezug zu den dahinterstehenden Werten zu sprechen.
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-02/ard-framing-gutachten-oeffentlich-rechtlicher-rundfunk-glaubwuerdigkeit-faq

Es ist eine klare Handlungsanleitung, keine bloße Diskussionsgrundlage, was auch der Titel besagt: "Framing-Manual". Manual bedeutet: Anleitung, Handbuch, Leitfaden.

Zahlreiche Textstellen belegen das eindeutig, worauf oben auch schon "Bürger" in # 121 hingewiesen hat; dieses "Framing-Manual" strotzt förmlich davon:

Zitat
... Das Wort „Konsument“ also hat schwerwiegende Folgen für das Voranbringen der Interessen der ARD.
Aha, das bloße Wort "Konsument" ist den Interessen "unserer gemeinsamen, freien" ARD abträglich, also wird empfohlen, es gar nicht mehr zu gebrauchen. Deswegen existieren die Konsumenten und Nicht-Konsumenten des Rundfunks aber doch und sehen sich weiter als solche.

Zitat
Wenn man Ihnen „Quotenfixierung“ vorwirft, dann sagen Sie nicht, dass „der Vorwurf der Quotenfixierung ungerechtfertigt“ sei.
(Alle Hervorhebungen, auch in den folgenden Zitaten, nicht im Original)

Die Quotenfixierung der LRA  ist eine seit Jahrzehnten in der Öffentlichkeit zu Recht kritisierte Praxis. Anstatt das endlich abzustellen, soll das Wort gar nicht mehr in den Mund genommen werden. Letzten Endes soll so die berechtigte Kritik abgewürgt werden.

Zitat
Nutzen Sie nie, aber auch wirklich nie, den Frame Ihrer Gegner, und nutzen Sie diejenigen Frames, die Ihre moralische Perspektive auf die Sachverhalte deutlich machen, immer und immer wieder – von Interview zu Interview, von Debatte zu Debatte, von Schriftsatz zu Schriftsatz. Nur durch die ständige Wiederholung neuer sprachlicher Muster über längere Zeit hinweg ist es möglich, den neuen Frames kognitiv Geltung zu verschaffen und sie damit zu einer realistischen Wahrnehmungsalternative werden zu lassen.
...
Strategisches Framing ist ein stufenweiser Prozess, und: Es führt kein Weg an einem strategischen Framing vorbei, will man erfolgreich Mitbürger mobilisieren und sie heute und morgen für die ARD begeistern.
Begeisterung für die ARD durch gezielte Manipulation??

Zitat
Nutzen Sie vor allem Plakatkampagnen und Werbesport im TV oder Radio, um die neuen Framings in Form von Slogans und Schlagwörtern umzusetzen und Geschichten zu erzählen, die ihrer moralischen Perspektive treu sind. ...

Je länger Sie die neuen Framings nutzen, desto stärker werden Ihre Rezipienten die ihnen innewohnenden Assoziationen zu der Arbeit und Rolle der ARD verinnerlichen.
Ha, ist das etwa keine Manipulation, wozu da geraten wird? Es ist eine Ungeheuerlichkeit!

Zitat
Selbst die Aufmerksamkeit ihrer Gegner ist positiv. Denn wo man Sie und Ihre neuen Konzepte angreift, da entsteht eine Debatte. Eine Debatte bedeutet wertvolle Aufmerksamkeit. In eine Debatte mischen sich Bürger ein und denken mit.

"Die Bürger denken mit", aber nur noch in den vom Rundfunk gewünschten Bahnen ... So hätten sie es natürlich gern.

Zitat
Und da Sie es sind, die die neuen Konzepte und Ideen auf den Tisch legen, wird Ihr Gegner immer Gefahr laufen, sich in Ihre (neuen) Frames einzukaufen und sie zu propagieren, indem er sie negiert. Und nicht nur das, es besteht auch eine gute Chance, dass die angestoßene Debatte oder Diskussion unter dem Titel Ihrer moralischen Framings geführt wird ...

Was ist eine solche "Debatte" wert, die von Anfang an durch sorgfältige Ausklammerung aller kritischen Wörter und Begriffe in die für den Rundfunk gewünschte Richtung gelenkt wird? Und das dann unter dem Motto: "Unser gemeinsamer freier Rundfunk"!?
6
Publico, 18.02.2019
Sie werden geframt: von Ihrer ARD
Mit einem geheim gehaltenen Sprachreglungs-Katalog will die Senderfamilie die öffentliche Stimmung beeinflussen. Interessant ist, unter welcher Intendantin das „Framing Manual“ entstand
von Alexander Wendt

Zitat
In einem Interview mit der ZEIT sagte Wille 2012:
„Natürlich tut mir im Nachgang vieles leid, das in der DDR passiert ist. Ich persönlich muss mich aber auch fragen: Hast du etwas konkret zu verantworten, hast du als Juristin einem Menschen persönlich geschadet? Und da kann ich nur sagen: Nein, das habe ich nicht.“

Auch im Fall des „Framing Manuals“ kann Wille natürlich darauf verweisen, nicht die Autorin gewesen zu sein. Und ARD-Generalsekretärin Pfab betont, kein ARD-Mitarbeiter müsse sich nach dem Neusprech-Leitfaden richten, er sei selbstverständlich nur eine Anregung.

Obwohl das Manual aus der Gegenwart stammt, steht es für die gleiche binäre Weltsicht wie die Schriften Willes aus der Zeit vor 1990: Hier das durch Moral gerechtfertigte Denksystem, dort der antagonistische Gegner, dessen Argumente per se nichts taugen können.

weiterlesen unter
https://www.publicomag.com/2019/02/sie-werden-geframt-von-ihrer-ard/
7
Institut für Meinungsforschung und politischen Exorzismus 18. Februar 2019

Die ARD-Generalsekretärin spricht nicht gern vom Framing

Roger Letsch

Zitat
Der Tonfall des halbherzigen Dementis der ARD schwankt zwischen Trotz, Beschwichtigung und Relativierung, was bis in die Typografie geht. Da spricht Frau Pfab vom „so genannten Framing Manual“ und setzt Framing Manual in Anführungszeichen.

So genannt wird das Pamphlet jedoch, weil es exakt so genannt wurde – und zwar bereits im Titel selbst und in goldenen Versalien!

https://unbesorgt.de/die-ard-generalsekretaerin-spricht-nicht-gern-vom-framing/
8
unGEZahlt, die Idee von der baufälligen, maroden Demokratie ist lediglich eine Projektion auf die Demokratie von dem, was der Rundfunk ist. Die Idee des immer daran Arbeitens stammt aus dem framing manual.

Unser verbliebenes Rundfunkkapital, das Blech, soll durch ein Insolvenzverfahren verwertet und neu verteilt werden, so dass es wieder produktiv werde.

Die gerecht bezahlten Verwalter unseren Rundfunkkapitals, die Intendanten (darunter Karola Wille), wird es trotz aller Unterstützung der Politik und der Justiz nicht gelingen,  die Insolvenz unseres freien, gemeinsamen Rundfunks lange zu verschleppen. Wir brauchen dringend einen Insolvenzverwalter für unser Rundfunkkapital: vielleicht schafft er, unseren freien, gemeinsamen Rundfunk zu sanieren?

9
Die Goldene Hoftrompete für den Monat Februar geht an: Elisabeth Wehling – die Hoftrompete der Hoftrompeter
Quelle: Deutschland-Kurier  15. Februar 2019


https://www.deutschland-kurier.org/die-goldene-hoftrompete-fuer-den-monat-februar-geht-an-elisabeth-wehling-die-hoftrompete-der-hoftrompeter/

Zitat
Kostprobe gefällig? Die jetzt schon beschönigend als »Rundfunkbeitrag« bezahlte Zwangsgebühr wird noch dreister schöngefärbt: als »proaktive, selbstbestimmte (da demokratisch entschiedene) Beteiligung der Bürger am gemeinsamen Rundfunk ARD«. Zwar wird an der Rundfunkgebühr gar nichts »demokratisch« entschieden, sie wird von einer Kommission mit der Länderregierung ausgekungelt. Den Bürgern hämmert man trotzdem ein, dass der Rundfunk »allen« gehört.
10

Bildquelle: https://gez-boykott.de/ablage/presselogo/faz.png

FAZ (FAZ+ Abo), 18.02.2019

Framing-Manual der ARD
Es ist Irrsinn, aber es hat System

Wer keinen Rundfunkbeitrag zahlt, ist „demokratiefern“, „wortbrüchig oder auch illoyal“ und missachtet den „allgemeinen Willen des Volkes“:
Warum die ARD jetzt semantische Gehirnwäsche übt.


Von Michael Hanfeld

Zitat
Wir fassen uns jetzt alle an den Händen und sagen: „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“. Nochmal, bitte mit etwas mehr Emphase: „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“. Schon besser. Geht doch! Aber aller guten Dinge sind drei, und wir sind die Guten, also alle im Chor: „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“. Klingt das nicht gut, fühlen wir uns jetzt nicht besser? Tief durchatmen, das Mantra murmeln und los gehts in die Diskussion mit bösen Rundfunkkritikern, die die Welt ins Unheil stürzen und uns „unseren gemeinsamen, freien Rundfunk ARD“ nehmen wollen. Wir wissen es nicht nur besser als die, wir sind besser. Deshalb informieren wir jetzt auch nicht mehr, wir setzen nicht auf Argumente, denn „objektives, faktenbegründetes und rationales Denken gibt es nicht, zumindest nicht in der Form, in der es der Aufklärungsgedanke suggeriert“. Wir reden nur noch moralisch. Wir sind die Moral.

So vorzugehen empfiehlt ein „Framing Manual“ der Linguistin Elisabeth Wehling, das schon 2017 entstand, aber erst jetzt publik wurde (nachzulesen bei netzpolitik.org), den „Mitarbeitenden“ der ARD. Es hämmert ihnen auf 89 Seiten ein, was sie tun sollen, um „Ihre Mitbürger“ dazu zu bringen „den Mehrwert der ARD zu begreifen und sich hinter die Idee eines gemeinsamen, freien Rundfunks ARD zu stellen“. […]

Weiterlesen auf (FAZ+ Abo):
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/was-das-framing-manual-der-ard-von-elisabeth-wehling-soll-16047741.html
Seiten: [1] 2 3 ... 10