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Elisabet Wehling hat eine Klarstellung zur Debatte über ihr "Manual" veröffentlicht:

http://www.elisabethwehling.com/klarstellungzuraktuellendebatte
https://web.archive.org/web/20190218164343/http://www.elisabethwehling.com/klarstellungzuraktuellendebatte

Zitat
Das Dokument wurde als interne Arbeits- und Diskussionsunterlage verfasst, um damit eine breite Grundlage an Optionen zu haben, was davon für eine etwaig daraus abzuleitende Kommunikationsmaßnahmen genutzt werden soll, und was jedenfalls nicht.
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Was muss man denn machen, um das zu werden nach den Regeln der verleihenden Institution? Wer klärt das mal näher?
Nichts; "Professor" ist kein akademischer Grad. "Professor" bist Du, wenn Du eine "Professur" inne hast, zu der Du auf Grund wissenschaftlicher Leistungen, etc., von einer Hochschule/Universtät, (bspw.), berufen wirst; auf den akademischen Grad des "Dr." kommt es dabei nicht zwingenderweise an. Weiß Du aber alles, war ja eine rhetorische Frage. Daneben hat es allerdings auch die Option der nicht klassischen Laufbahn, die bspw. in den "h.c." münden kann; meines Wissens nach, aber ich kann mich ja auch irren, müsste dieses dann explizit angegeben werden.
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Über das "Framing Manual" der ARD berichten u. a.

- Cicero
- FAZ
- Spiegel Online
- T-Online
- Der Tagesspiegel
- Die Welt
- Die Zeit
- Focus
- Nordwest Zeitung
- N24
- meedia.de
- DWDL.de

- VAUNET

Wenn ich Markus Beckedahl und Leonhard Dobusch richtig verstehe, dann handelt es sich bei den obigen Namen nicht um seriöse Verbände und gute bis erste Adressen deutscher Journaille, sondern um "rechte Gegner öffentlich-rechtlicher Medien". Bislang hatte ich ja relativ viel Sympathie für Netzpolitik.org. Nachdem sich die beiden Genannten aber als ziemliche Dummbatzen erweisen, muss ich meine Position womöglich überdenken, bzw. den Frame wechseln.  8)

M. Boettcher
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Aktuelles / Textsender Radio #RFF (Sender 41) - Rundfunkkritikkritik (2)
« Letzter Beitrag von marx am Heute um 17:00 »
Mit dem Gongschlag ist es Neunzehnuhr. Hier spricht Radio #RFF, Text-Sender 41.

Rundfunkkritiker üben gern radikal Kritik am Rundfunksystem. Doch ist Ihre Kritik nicht nur einfach Neid? Was ist wirklich dran? Was steckt dahinter?

Heute knöpfen wir uns erneut eine Kritikschrift vor, welche es in den Debattenraum geschafft hat. Die Schrift ist auch als eBook erhältlich.

Elisabeth Wehling: Politisches Framing - bpb.de
bpb.de/system/files/dokument_pdf/politisches_framing_bpb.pdf


Der Eigenbeschreibung zufolge erläutert das Werk die Grundlagen des politischen Framings und gibt danach eine Analyse der augenfälligsten Frames unserer deutschsprachigen Debatten über Steuern, Sozialstaat, Gesellschaft, Sozialleistungen, Arbeit, Abtreibung, Islam, Terrorismus, Zuwanderung, Flüchtlingspolitik und Umwelt.

Zitat von: Klappentext
Politisches Denken ist bewusst, rational und objektiv – diese althergebrachte Vorstellung geistert bis heute über die Flure von Parteizentralen und Medienredaktionen und durch die Köpfe vieler Bürger. Doch die Kognitionsforschung hat die ›klassische Vernunft‹ längst zu Grabe getragen. Nicht Fakten bedingen unsere Meinungen, sondern Frames. Sie ziehen im Gehirn die Strippen und entscheiden, ob Informationen als wichtig erkannt oder kognitiv unter den Teppich gekehrt werden. Frames sind immer ideologisch selektiv, und sie werden über Sprache aktiviert und gefestigt – unsere öffentlichen Debatten wirken wie ein synaptischer Superkleber, der Ideen miteinander vernetzen kann, und zwar dauerhaft. In der Kognitionsforschung ist man sich daher schon lange einig: Sprache ist Politik.

Zitat von: Seite 18
Es ist höchste Zeit, unsere Naivität gegenüber der Bedeutung von Sprache in der Politik abzulegen.



Der geneigte Leser, der nun den Kapiteln folgt, bekommt einen Eindruck, dass die Autorin selbst mit ihren sehr weisen Worten verbunden, ja verheiratet, ist. Sie ist ihre Worte und ihre Worte sind wiederum sie selbst. Diese Verhaftung geht dem behutsamen Leser nahe und läßt ihn eine Spannung empfinden, die herkömmlicher Medienkonsum kaum noch auszulösen vermag.

Prädikat: äußerst empfehlenswert.



Zitat von: Thomas Webers, www.managementwissenonline.de, 09.05.2017
»Wehling bringt dermaßen viele Themen aufs Tapet, dass es nur so klingelt im Hinterkopf. Ein Aha-Erlebnis jagt das andere. Die Erkenntnis, dass man mit dem Gebrauch solcher Metaphern Schemata und Vorurteile bemüht und gleichzeitig verstärkt, drängt sich auf. Und dass man auch falsche, hinkende Vergleiche nutzen kann und damit politische Diskussionen beeinflussen und lenken kann, ebenfalls. [...]«

Zitat von: Wolfgang Storz, oxiblog.de, 15.09.2016
»Wehling erläutert ihre wissenschaftlichen Befunde anhand von zahlreichen Beispielen aus dem Alltag. [...] Sie stellt interessante Fragen, beantwortet sie, fasst die Antworten noch einmal kompakt zusammen. Und »dass uns nur 2 Prozent unseres Denkens bewusst sind«, bringt sie uns schonend bei. [...] reinschauen.«


Radio #RFF, Textsender 41, sendet unabhängig in (gebrochenem) Deutsch (Akzent bitte selbstständig hinzudenken).
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Nicht alles muss explizit als "Anweisung" gekennzeichnet sein, damit es als solche verstanden und befolgt wird. Wenn der Chef seine Mitarbeiter bittet, freundlich zu den Kunden am Telefon zu sein, ist das auch eine Anweisung und nicht nur ein Verhaltensvorschlag, den man befolgen kann oder auch nicht.
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Die Demokratie ist vielleicht eine Reformstbaustelle, weil sich vielleicht zu wenige beteiligen und mitwirken.
Das ist ein wichtiger Punkt. Aber wie soll man sich auch beteiligen? Früher hat die Frau alles erledigt und der Mann konnte nach seiner körperlichen Arbeit noch zum Stammtisch gehen. Heute arbeiten beide und haben keine Zeit für "Parteiarbeit". Außerdem hocken wir im Büro und müssen in der Freizeit dann noch Sport machen. Ich denke tatsächlich, dass auch die Lebensumstände der Demokratie den Saft entziehen. Übrig bleiben in den Parteien dann nämlich nur Verwaltungsbeamte die 14 Uhr Feierabend machen und zweitklassige Jura- oder Politikabsolventen die schon immer in die Politik wollten und sich den Prof. Dr. dann vom Staat spendieren lassen. Wir können die aber nicht abwählen, weil die Trägheit im Wahlsystem (5%-Hürde) alles mit flüssigem Beton umschließt.
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Wie bereits weiter oben in diesem Thread geschrieben haben die beiden Autoren von netzpooitik, Beckedahl und Dobusch, dafür in Ihrem "ARD Rechtfertigungs- und Verteidigungsartikel" eine, um beim hiesigem Sprachgebrauch zu bleiben, Framingvorlage geliefert. Die Aussagen unter Wer sind die Kritiker? lässt dies klar erkennen:
Zitat von: Wer sind die Kritiker?
...die zuvor vor allem von Rechtspopulisten kam und mit entsprechender Wut auf den "Staatsfunk" gefärbt war. Auf rechten Internetseiten zitieren Autoren einseitig Passagen aus dem internen Papier und werfen der ARD vor, die öffentliche Meinung manipulieren zu wollen.
Zitat von: netzpolitik.org
Und gerade rechte Webseiten machen mit dem ausgewählten Zitieren aus dem Text massiv Stimmung gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk...

Zitat von: Wer sind die Kritiker?
Oft wird auch – inzwischen eindeutig wider besseres Wissen – behauptet, dass das Gutachten eine Kommunikationsanweisung für die Journalistinnen und Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sei.
Zitat von: netzpolitik.org
...und tun dabei so, als wäre diese Diskussionsgrundlage bereits beschlossene Sache einer Kommunikationsstrategie mit dem Ziel, die öffentliche Wahrnehmung zu „manipulieren“. Im Interview mit meedia.de argumentiert die ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab, dass dies keine „Mitarbeiteranweisung“ sei, sondern eine Diskussionsgrundlage zur Sensibiliserung bei der Verwendung von Sprache und Sprachbildern.

Und das ausgerechnet die Süddeutsche soetwas schreibt, hat vor dem Hintergrund des Recherchrverbundes mit dem öR ein "Geschmäckle"...

Siehe auch den Sprachgebrauch von Fr. Wille beim Ihrem Auftritt:
...
"Es geht um Demokratie - unser gemeinsamer freier Rundfunk" - siehe u.a. unter
Dresdner Reden 2019: u.a. Karola Wille "Wahl-/Medienfreiheit" So 17.2.19 11h
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,29490.0.html

Das Thema entspricht in der Formulierung 1:1 dem Framing-Manual. Es kann also keine Rede davon sein, dass es sich lediglich um eine Diskussionsgrundlage zur Sensibiliserung bei der Verwendung von Sprache und Sprachbildern handelt, wie die ARD behauptet. ...
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Ohmanoman, das können die Schergen ja noch weiter ausbauen auf der Baustelle “Demokratie“!

Was ist denn mit den Reichsbürgern, mit den Verschwörungstheoretikern, den Schwarzguckern, den Schmarotzern und den Nichtnutzern (weiblich und männlich)?

Ups? Nur die Rechten-tinnen? Die anderen sind verirrte FernsehguckerInnen, denen nur noch wieder erklärt werden muss, zurück zum Nutzer zu finden?

Nur noch ein kleiner Schritt zu Konsum?

Ohmanoman, was irre!

Ah, alles nach Manier des Framigs?



Edit "DumbTV":
Vollzitat Vorkommentar entfernt. Bitte für die Übersicht und besseren Erfassbarkeit keine solchen überflüssigen (ungekürzten) Vollzitate des (unmittelbaren) Vorkommentars verwenden. Zitate nur zum Hinweis auf oder Verdeutlichung von besonderen Aspekten verwenden, auf die eingegangen wird.
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Die Demokratie ist vielleicht eine Reformstbaustelle, weil sich vielleicht zu wenige beteiligen und mitwirken. Zudem ist es in einer Demokratie möglich, dass Minderheiten durch Mehrheiten keine hinreichende Beachtung finden, obwohl das so nicht vorgesehen ist.
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Hinsichtlich der Zulassungsfrage eines Volksbegehrens wäre das Ausweichen auf ein Volksbegehren zur Abschaffung (Privatisierung) einer Landesrundfunkanstalt natürlich eine zu prüfende Option. Dadurch würde der Finanzbedarf gesenkt und man könnte zumindest eine Senkung des Rundfunkbeitrages erreichen.

Besser fände ich es jedoch, wenn an der ursprünglichen Idee von Rundfunkfrei festgehalten wird, einen einheitlichen Zulassungsantrag für einen Volksbegehren in allen Bundesändern gleichzeitig einzureichen. Die Anzahl der für den Zulassungsantrag notwendigen Unterschriften sind in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich; so reichen in Nordrhein-Westfalen bereits 3000 Unterschriften, während in Bayern 25.000 Unterschriften notwendig sind. Selbst wenn der ein oder andere Antrag in einem Bundesland nicht zugelassen wird, würde ein nicht zugelassener Antrag die Anträge in den anderen Bundesländern unterstützen. Selbst wenn dann in keinem Bundesland ein Volksbegehren erfolgreich wäre, wäre dies eine Protestaktion gegen den Rundfunkbeitrag, die die Landtage nicht mehr ignorieren könnte, was sie bisher noch machen. Da die Anforderung für die Zulassungsanträge für Volksbegehren an die Landtage nicht so hoch sind, wäre die Aktion, alle Anträge gleichzeitig einzureichen, auch machbar.

In NRW hätten wir mit 3000 gültigen Unterschriften das Quorum für einen Zulassungsantrag übrigens bereits erfüllt, wobei wir natürlich gern auf die Bayern warten. Siehe hierzu weiter:
Volksbegehren in Nordrhein-Westfalen zum Demokratieförderungsgesetz
https://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,30210.msg189024/topicseen.html#msg189024
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