Autor Thema: RTL-Gründer H. Thoma über deutsches Fernsehen: ARD/ZDF als “Altenheimversorgung”  (Gelesen 1854 mal)

Offline Uwe

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RTL-Gründer Helmut Thoma
über deutsches Fernsehen :
ARD/ZDF als “Altenheimversorgung”, Private würden “am liebsten Testbild senden”


Quelle: Meedia 19.09.2018

Zitat
RTL-Gründer Helmut Thoma hat dem österreichischen Marketing-Medium Horizont.at ein Interview gegeben, in dem er sich auch ausführlich über den deutschen TV-Markt auslässt. Und er findet keine guten Worte. Die deutsche Fernsehlandschaft sei "in einem Ausmaß monopolisiert ist, dass es fast schon eine Karikatur dessen ist, was ursprünglich vorgesehen war."

weiterlesen auf:
https://meedia.de/2018/09/19/rtl-gruender-helmut-thoma-ueber-deutsches-fernsehen-her-ard-zdf-als-altenheimversorgung-private-wuerden-am-liebsten-testbild-senden/


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« Letzte Änderung: 23. September 2018, 10:12 von Uwe »

Offline linkER

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horizont.at         18.09.2018

Jürgen Hofer
Helmut Thoma: "Netflix ist ein Phänomen, aber ich weiß nicht, ob es sich auf Dauer hält"

Medienmanager Helmut Thoma hat die europäische Medienbranche geprägt wie kaum ein anderer. Bei den ersten Österreichischen Medientagen 1994 saß er zum Thema „Wie erlebt der Konsument die neuen TV-Angebotsformen?“ am Podium. Im Interview blickt er zurück auf seine Anfänge, skizziert Erfolgsstrategien, zweifelt an Netflix und ist dabei – wie gewohnt – nie um einen prägnanten Sager verlegen.
Zitat
Sie haben vorhin erwähnt, dass der deutsche TV-Markt eine Katastrophe sei. Inwiefern?

Weil er in einem Ausmaß monopolisiert ist, dass es fast schon eine Karikatur dessen ist, was ursprünglich vorgesehen war. Aber das ist doch typisch für Deutschland: Da wird groß geredet und werden groß Grund­sätze festgelegt, die dann doch alle über den Haufen geworfen werden. Wenn wir es genau betrachten, ist es in Deutschland heute so, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten praktisch eine Art Altenheimversorgung darstellen; bei den Jungen, 14- bis 29-Jährigen, sind sie marginalisiert. Im privaten Fernsehen teilen sich zwei große Gruppen den gesamten Kuchen auf, ProSiebenSat.1 und RTL haben 86 Pro­zent Marktanteil im Privatfernsehen. Diese zwei Gruppen, und ich würde das aus kaufmännischer Sicht genauso machen, haben überhaupt kein Interesse daran, wirkliches Programm zu machen. Die beiden würden am liebsten das Testbild senden, wenn es ginge. Dadurch erhöhen sich die Gewinne, aber es tut sich nichts mehr. ProSieben wiederholt bis zu 200-mal eine Folge von „Big Bang Theory“, sonst ist kaum etwas vorhanden; RTL zeigt immer noch die ­Autobahnpolizei „Cobra 11“ …
Zitat
Zur Person:
Der promovierte Jurist Helmut Thoma begann seine Medien­karriere beim ORF, ehe er zu Radio Luxemburg wechselte. In den Folgejahren baute er RTL zu ­einem der erfolgreichsten europäischen Sender auf. Nach seiner Tätigkeit als Medienbeauftragter des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen machte er sich selbstständig, er hat zahlreiche Aufsichtsratsfunktionen inne. Thoma wurde für seine Karriere vielfach ausgezeichnet. Unter ­anderem Medien-Mann des Jahres 1989, Bambi, Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Wien und ­Inter­national Emmy Award.
Weiterlesen auf :
https://www.horizont.at/home/news/detail/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=67382&cHash=f032867506fbacc7071b34ed848537a9



Siehe auch :
Diskussion mit Paul Kirchhof : Rundfunkbeitrag - ja oder nein? (Heidelberg)
https://gez-boykott.de/Forum/index.php?topic=27184.0


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Offline tokiomotel

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Ich versteh den Thoma nicht, er redet sein eigenes Kind madig.
Zitat
RTL zeigt immer noch die ­Autobahnpolizei „Cobra 11“ …
Warum wohl wurde erst vor einer Woche eine neue Staffel, die X-te gestartet. Hat er etwa über Jahre durch Ouote nicht auch seine fette Kohle mit gescheffelt.. Auch sonst verbreitet er recht seltsame Thesen, wettert gegen Netflix & Co. Bekäme es RTL mit deren Geschäftsmodell etwa besser hin?


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« Letzte Änderung: 22. September 2018, 19:42 von Bürger »
Schrei nach Gerechtigkeit

Offline NichtzahlerKa

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Zitat
Auch sonst verbreitet er recht seltsame Thesen, wettert gegen Netflix & Co. Bekäme es RTL mit deren Geschäftsmodell etwa besser hin?
Er wettert nicht gegen Netflix. Er wettert gegen die Zuschauer, die den letzten Mist gucken.
Zitat
für ­einen kleinen Kreis an intellektuellen ­Journalisten, denen das zu Recht gefällt. Das ist toll gespielt und toll gemacht, aber die breite Masse will solche Serien nicht.
Das ist dieses Lagerfeuerphänomen: Egal was kommt, die Masse setzt sich immer davor. Hauptsache es flimmert in der Kiste. Deswegen ist das mit dem Testbild nicht so weit hergeholt. Es ist zwar nicht alles richtig was er sagt, aber der Gedanke, dass der Staat die Monopolisierung der Privaten zugelassen hat, damit die Qualität leidet (und der eigene Propagandaquark geguckt wird) ist durchaus ein interessanter.


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Offline tokiomotel

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Er wettert nicht gegen Netflix. Er wettert gegen die Zuschauer, die den letzten Mist gucken.

Ja und, kommt aufs selbe raus. Bei seinem RTL haben die Zuschauer seinen letzten Mist indirekt über seine sch… Werbung mitfinanziert. Über die Moral des besseren Geschäftsmodells zu diskutieren, lassen wir wohl besser sein. Bei Netflix entscheiden die ehrenwerten Zuschauer immerhin noch selbst, etwas mit oder ohne Werbung zu finanzieren oder zu müssen oder wie auch immer. Sie fordern ein passendes Angebot halt explizit an und zahlen mal ganz einfach so aus freien Ermessen vollkommen ohne Zwang dafür. Na sowas aber auch. Dabei ist es vollkommen sch...egal ob es der letzte Mist oder sonst was ist. Man muss nichts müssen, man darf mitunter auch noch etwas selbst sein und den letzten Mist gucken dürfen. Woanders wird man dafür bekanntlich genötigt und notfalls eingebuchtet..  :D :laugh: ;D


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« Letzte Änderung: 22. September 2018, 21:26 von tokiomotel »
Schrei nach Gerechtigkeit

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