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Autor Thema: Nicht neu: Wie Umfragen gefälscht und Kunden betrogen werden  (Gelesen 1666 mal)

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  • Beiträge: 1.203
Spiegel Online

01.02.2018

Manipulation in der Marktforschung
Wie Umfragen gefälscht und Kunden betrogen werden


Zitat
Marktforscher sollen herausfinden, was die Deutschen denken. Doch die Branche hat nach SPIEGEL-Informationen massive Probleme mit der Qualität ihrer Daten. Manipulierte Umfragen sind keine Ausnahme.

"Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast." Es ist nicht klar, wer diesen Satz gesagt hat, sicher ist dagegen, dass er auch für Umfragen gilt.

Interne Dokumente verschiedener Marktforschungsunternehmen, die dem SPIEGEL zugespielt wurden, belegen, dass die scheinbar exakte Welt von Statistiken und "repräsentativen" Umfragen mitunter nicht mehr ist als eine sorgsam konstruierte Kulisse. Bildlich gesprochen: Die Fassade täuscht ein solides Gebäude vor, die Fenster aber sind nur aufgemalt, das Dach nicht vorhanden und die Treppen enden im Nichts.

Ein SPIEGEL-Team hat Zehntausende E-Mails, Fragebögen, Anweisungen für Interviewer, Quotenpläne und Datensätze ausgewertet, hat mit Menschen gesprochen, die früher in Unternehmen der Marktforschung tätig waren oder es noch sind. Die internen Dokumente umfassen etwa 600 Studien und bilden einen Zeitraum von zehn Jahren ab. Sie reichen bis in den Herbst 2017.
...

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/manipulation-in-der-marktforschung-wie-umfragen-gefaelscht-werden-a-1190711.html


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  • IP logged  »Letzte Änderung: 01. Februar 2018, 12:57 von DumbTV«
Bremische Verfassung:
Artikel 19 [Widerstandrecht und -pflicht]
Wenn die in der Verfassung festgelegten Menschenrechte durch die öffentliche Gewalt verfassungswidrig angetastet werden, ist Widerstand jedermanns Recht und Pflicht.


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  • Beiträge: 2.624
  • Ersatzmaßstab Wohnung: das BVerfG erklärt die Welt
Ist das der Spiegel, der mit Penetranz Wahlumfragen publiziert und vergleicht? Der Spiegel, der unbesehen bei Winzparteien wie der FDP Angaben hinter dem Komma akzeptiert, obwohl der Fehler da höher sein müsste als bei den großen Parteien? Also der Spiegel, der gerade mit den Umfragen Politik macht, Kandidaten kürt oder absteigen lässt, die alles Mögliche ergeben, nur nicht die politischen Überzeugungen der Wähler? Und die merken plötzlich, dass mit solchen Umfragen, deren Bedeutung und Aussagewert etwas nicht stimmt? Nein! - Doch! - Ohh!

M. Boettcher


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  • IP logged
Ken Je(b)sen, Betreiber von KenFM, soll "politische Entfremdung" betreiben und "unwahre Verschwörungstheorien" verbreiten. Daher beobachtet ihn der sogn. Verfassungsschutz. Würden die "Verschwörungspraktiker" dieses Dienstes ihren Maßstab an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Publikationen von der BILD-Zeitung bis zum Magazin SPIEGEL anlegen, in Deutschland bliebe kein Medium unbeobachtet. So schnell wird in Deutschland zum Staatsfeind, der nicht mit dem Strom schwimmt.

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  • Beiträge: 1.577
Wer sich (wie ich) semiprofessionell mit Statistik beschäftigt, weiß, dass bereits die Fragebögen zu, ja, 90%, völlig liederlich sind, vor allem, wenn sie von privaten Instituten kommen und privat beauftragt wurden.

Neulich wurde ich zu meinem Mobilitätsverhalten im Zusammenhang mit einem Konzertbesuch befragt (z.B. könnte man erfragen, wie man nach dem Konzertbesuch, also spätabends, wieder nach Hause kommt - ein durchaus relevantes Problem). Von den ca 20 Fragen befassten sich ca 2-3 Fragen überhaupt mit Mobilität, die anderen 17 Fragen wollten wissen, wie mir das Konzert gefallen hat, welchen Lebensstil ich so drauf habe und ob ich sozial engagiert bin usw. Nochmals: Es ging um Mobilitätsverhalten, und augenscheinlich war der Fragebogen im Auftrag der örtlichen Verkehrsbetriebe erstellt worden. Die werden sich über die unbrauchbaren Ergebnisse "freuen". (Aber in meinem Dorf ist der Verkehrsbetrieb sowieso ein Saftladen.)

Neben den nicht reliablen Fragebögen kann man noch wunderbar schummeln bei der Klassierung von Daten. Z.B. die individuell erfragten Haushaltseinkommen zu Einkommensklassen zusammenzufassen, die.... - genau! - nicht gleich breit sind.  Indem man dann eine mittlere Einkommensklasse möglichst breit und möglichst tief beginnend wählt, kann man dann behaupten, dass "3/5 der Gesellschaft" mittleres Einkommen habe. Auch wenn die untere Grenze irgendwo bei 900 Euro brutto liegt, aber das steht dann erst im Anhang der Studie, die der Kurzen und Langen Zusammenfassung folgt...

Es gibt noch viel mehr Tricks.

Da man in der Forschung an "echten" Daten und Ergebnissen interessiert ist, da aber auch geschummelt wird, um private Drittmittelgeber so halbwegs zu befriedigen, gibt es seit einigen Jahren den Trend zu Replikationsstudien. Da setzen sich Leute nochmals hin, erbitten die Rohdaten von den ursprünglichen Autoren (allein das schon ein Kraftakt), werten die Rohdaten selbst nochmals aus und vergleichen ihre Ergebnisse mit denen der ursprünglichen Autoren. Ein heißes Eisen. Aber man ist es in der Forschung langsam leid, mit halbfalschen Studien zu arbeiten.

Privaten Auftraggebern sind halbfalsche Studien egal, solange der Bauch gepinselt wird und man sich auf einen renommierten Namen (des Forschungsinstituts) berufen kann. Es liest kein Schwein die Studie intern durch. Veröffentlicht wird aus der Kurzen Zusammenfassung, der Rest gerät in Verschluss.


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  • IP logged  »Letzte Änderung: 01. Februar 2018, 12:59 von DumbTV«

v
  • Beiträge: 1.203
Ist das der Spiegel, ...

Jupp, genau der!  :laugh:

Ebenso wie sich im öff.-rechtl. Misthaufen gelegentlich eine Perle findet, sprenkeln inzwischen auch "renommierte" Verlage ihre Erzeugnisse mit klitzekleinen Goldstückchen. Ich denke, dass ist den allgemein schwindenden Auflagen geschuldet.


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