Autor Thema: Pfändungs- und Einziehungsverfügung durch Stadtkasse  (Gelesen 973 mal)

Offline iamtino

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Hallo ihr lieben,
nehmen wir mal an, die Person A hatte eine "Pfändungs- und Einziehungsverfügung" im Briefkasten über den fiktiven Betrag von 800 Euro
Die Person verdient aber nur mal angenommen 1500 Euro netto. Die Person muss ja noch seine Kosten (Miete, Strom, Telefon usw.) zahlen. wenn tatsächlich 800 Euro gepfändet würden, wäre der Person die Zahlung der Fixkosten so gut wie nicht mehr möglich.
Die Bankverbindung hat die Person der Stadtkasse natürlich nicht mitgeteilt. Dennoch hat die Kasse anscheinend die Bankverbindung bekommen. Was kann nun gemacht werden?


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Offline 118AO

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Re: Pfändungs- und Einziehungsverfügung durch Stadtkasse
« Antwort #1 am: 27. Oktober 2017, 11:24 »
Ohne den rechtlichen Sachstand zu kennen wäre die Einrichtung eines Pfändungsschutzkontos das Erste, das mir einfällt.


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Offline x123

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Re: Pfändungs- und Einziehungsverfügung durch Stadtkasse
« Antwort #2 am: 27. Oktober 2017, 11:25 »
Von Personn A's 1500,- netto (alleinstehend) werden max. 256,34€ einbehalten.... der Rest ist pfändungsfrei.
(Natürlich pro Monat...)

Gruß


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« Letzte Änderung: 27. Oktober 2017, 15:36 von Uwe »

Offline mistersh

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Re: Pfändungs- und Einziehungsverfügung durch Stadtkasse
« Antwort #3 am: 27. Oktober 2017, 12:13 »
Von Person A's 1500,- netto (alleinstehend) werden max. 256,34€ einbehalten.... der Rest ist pfändungsfrei.
(Natürlich pro Monat...)

Das mag vielleicht auf Pfändungsschutzkonto zutreffen aber nicht auf ein normales Konto.

Und aus Person M's Erfahrung heraus kann er nur sagen, wenn die Pfändungsverfügung im eigenen Briefkasten landet ist die mindestens am gleichen Tag oder früher schon bei der Bank.


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« Letzte Änderung: 27. Oktober 2017, 15:38 von Uwe »

Offline x123

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Re: Pfändungs- und Einziehungsverfügung durch Stadtkasse
« Antwort #4 am: 27. Oktober 2017, 17:36 »
Dann solltest Du mal mit deiner Bank reden und die Tabelle mitnehmen ..  ;)

Klar, wenn natürlich noch mehr Guthaben drauf ist, wird´s dementsprechend einbehalten.....


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Offline iamtino

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Re: Pfändungs- und Einziehungsverfügung durch Stadtkasse
« Antwort #5 am: 27. Oktober 2017, 17:56 »
ich finde dieses System einfach nur noch abartig..


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Offline pinguin

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Re: Pfändungs- und Einziehungsverfügung durch Stadtkasse
« Antwort #6 am: 27. Oktober 2017, 19:10 »
So einfach ist das nicht.

Enthält der Lohn Aufwandsentschädigungen bzw. vom Staat vorgeschriebene Erschwerniszulagen, erhöhen diese u. U. den nichtpfändbaren Betrag, da diese gemäß BAG u. U. unpfändbar sind.

BUNDESARBEITSGERICHT Urteil vom 23.8.2017, 10 AZR 859/16
ECLI:DE:BAG:2017:230817.U.10AZR859.16.0


Pfändbarkeit von Zulagen
http://juris.bundesarbeitsgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bag&Art=en&Datum=2017-8&nr=19546&pos=0&anz=6

Zitat
1. Zulagen für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind Erschwerniszulagen iSv. § 850a Nr. 3 ZPO und damit im Rahmen des Üblichen unpfändbar.


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Wer sich so aufführt, als wäre er ein Verfassungsfeind, wundere sich bitte nicht, wenn er auch so behandelt wird, als wäre er einer.

Offline Uwe

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Re: Pfändungs- und Einziehungsverfügung durch Stadtkasse
« Antwort #7 am: 08. November 2017, 19:58 »
Das P-Konto als Pfändungsschutz bei Kontopfändung
Der Pfändungsschutz beim P-Konto

 
Der Kontopfändungsschutz beim P-Konto dient der Sicherung einer angemessenen Lebensführung des Schuldners und seiner Unterhaltsberechtigten. Automatisch besteht auf dem P-Konto ab dem 01. Juli 2017 zunächst ein Pfändungsschutz für Guthaben in Höhe des Grundfreibetrages von derzeit 1.133,80 Euro je Kalendermonat.

Quelle:
https://www.p-konto-info.de/


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Offline PersonX

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Re: Pfändungs- und Einziehungsverfügung durch Stadtkasse
« Antwort #8 am: 08. November 2017, 21:04 »
Jeder darf ein einziges P-Konto haben. Ein Giro Konto lässt sich innerhalb von 4 Wochen nach der Pfändungsverfügung in ein P-Konto umwandeln, so das zumindest der Grundbetrag sicher ist.
Ein Guthaben auf dem Konto, welches über der Grenze liegt wäre pfändbar.
Eine Erhöhung des Betrags ist möglich, wenn es Personen gibt, welche versorgt werden, z.B. eigene Kinder oder auch bei verpflichteten Unterhaltszahlungen.
Voraussetzung für die Umwandlung es darf kein Gemeinschaftskonto sein.


Person A könnte wenn Sie sich beeilt die Umwandlung noch prüfen und versuchen. Und zusätzlich den Geldeingang reduzieren, damit nicht mehr Geld im Monat eingeht als in der Freigrenze. Nicht verbrauchtes Guthaben ist wohl im nächsten Monat auch nicht sicher, wenn durch den Geldeingang der Betrag über die Freigrenze steigt. Zumindest hat PersonX das bisher so verstanden.

Nachteile könnten Kontoführungsgebühren, ein fehlender Dispo, weil P-Konto immer nur ein  Guthabenkonto, und der Verlust einer Kreditkarte sein. Genaueres kann die Bank erklären.


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Beim Benutzen von Geräten mit zu kleinem Bild werden öfters Zeichen nicht richtig eingegeben auch nicht immer sauber kontrolliert, wer also solche Zeichenfehler findet z.B. "ein" statt "eine", darf diese behalten, wenn der Inhalt des Textes nicht völlig entstellt wird.

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