Autor Thema: Wenn Privatsender glauben, dass sie was zur Grundversorgung beitragen  (Gelesen 1332 mal)

Offline ChrisLPZ

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Leipziger Internet Zeitung, 03.07.2017

Wenn Privatsender glauben, dass sie was zur Grundversorgung beitragen


Zitat
Natürlich ist das frech. Es ist sogar regelrecht unverschämt, wenn der ProSieben-Sat1-Vorstand Conrad Albert via „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ fordert, die privaten Sender müssten einen Anteil an den Fernsehgebühren bekommen. Weil sie ja irgendwie einen großen Batzen vom „Grundversorgungsauftrag“ übernommen haben.

„Nur fünf Prozent der Zuschauer von ARD und ZDF sind unter 30 Jahre alt. In der Zielgruppe von 14 bis 29 Jahren erreichen wir mit ‚Pro7 News‘ deutlich mehr Zuschauer als Tagesschau und Heute zusammen“, sagte Albert. [..]

Denn gerade Konzerne wie ProSieben-Sat1 zeigen ja, dass man Unterhaltung für (jüngere) Leute auch billiger produzieren kann. Und zwar reineweg mit Werbeeinnahmen. Da schaut man natürlich neidisch zu den Öffentlich-Rechtlichen, die das Geld quasi als Steuer von den Bürgern einsammeln dürfen. Ohne Gegenleistung. Denn wer vor allem Programm für eine Zuschauergruppe 60plus macht, erfüllt ganz eindeutig seinen Senderauftrag nicht.

Seltsam ist die Kritik nur, wenn sie von einem Manager kommt, der einem Konzern vorsteht, der ganz bestimmt keinen Grundversorgungsauftrag erfüllt. Einen journalistischen schon gar nicht. Er investiert sein Geld nicht in anspruchsvolle Berichterstattung und wirklich gut ausgestattete Redaktionen, sondern in Spiel, Spaß und Soaps. Damit kann man zwar jede Menge junger Leute, die mit ihrer Zeit nichts Besseres anzufangen wissen, vor die Glotze locken. Aber man tut zur informellen Grundversorgung der Gesellschaft nichts wirklich Substanzielles hin. [..]

Weiterlesen auf:
http://www.l-iz.de/bildung/medien/2017/07/Wenn-Privatsender-glauben-dass-sie-was-zur-Grundversorgung-beitragen-183569


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« Letzte Änderung: 03. Juli 2017, 13:03 von ChrisLPZ »

Offline Nichtgucker

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Zitat
Er investiert sein Geld nicht in anspruchsvolle Berichterstattung und wirklich gut ausgestattete Redaktionen, sondern in Spiel, Spaß und Soaps.

Das machen die öffentlich-rechtlichen Anstalten doch auch in Hülle und Fülle - "Rote Rosen", "Sturm der Liebe", "Paarduell", teure Sportübertragungen, Küchenschlachten und Trödelshows ...

Wenn das alles zu unserer Grundversorgung dient, dann müsste folglich der Rundfunkbeitrag an alle Sender anteilig ausgeschüttet werden. Ich denke aber, dass mit "Grundversorgung" etwas anderes gemeint war ...


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« Letzte Änderung: 03. Juli 2017, 14:41 von Bürger »

Offline LECTOR

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Die jüngste Forderung der Privatsender nach Beteiligung am überquellenden Geldtopf der Rundfunkzwangsabgabe scheint eine interessante Diskussion in Gang zu bringen.

Zitat
Das ist ja das Problem bei der ganzen Debatte um den "Grundversorgungsauftrag": Die Leute, die in diesem Geschäft die entscheidenden Positionen besetzen, reden darüber, als ginge es vor allem darum, Menschen aller Altersgruppen möglichst lange mit möglichst unterhaltsamem Stoff vor den Bildschirm zu ziehen. Und dort ruhigzustellen. (...) Aber natürlich ist Alberts Kritik an den bräsigen Unterhaltungsfabriken ARD und ZDF berechtigt. Kein Mensch braucht 8 Milliarden Euro, um einen – Klammer auf: demokratischen – Grundversorgungsauftrag zu erfüllen.

ARD und ZDF als "bräsige Unterhaltungsfabriken" - sehr treffend formuliert!


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Offline samson_braun

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ist der Journalist hier im Forum verteten?  >:D


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Wer die Meinungsfreiheit erst dann verteidigt, wenn die eigene Meinung unter Feuer kommt, der wird sie wahrscheinlich verlieren.
(Paul Schreyer)

Offline ope23

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ist der Journalist hier im Forum verteten?  >:D
Vermutlich nicht.

Ich kenne dieses L-IZ schon länger, es handelt sich um eine kleine Leipziger Online-Bude, die sehr gute lokale und regionale Berichtserstattung macht über Themen, von denen in der dominierenden Leipziger Volkszeitung regelmäßig fast nichts bis gar nichts zu lesen ist.

Das Problem ist nun, dass die bei L-IZ auch nach Jahren immer noch nicht ganz auf den Trichter gekommen sind, über den Rundfunkbeitrag als solchem nachzudenken. Ist denen wohl zu groß, das Thema?!

Die Stelle Kein Mensch braucht 8 Milliarden Euro, um einen – Klammer auf: demokratischen – Grundversorgungsauftrag zu erfüllen. ist bislang das Distanzierteste, was ich von L-IZ je zu lesen bekam.

Bitte deshalb den verlinkten Text genau vor diesem Hintergrund lesen!


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Offline lex

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Zitat
Seltsam ist die Kritik nur, wenn sie von einem Manager kommt, der einem Konzern vorsteht, der ganz bestimmt keinen Grundversorgungsauftrag erfüllt. Einen journalistischen schon gar nicht. Er investiert sein Geld nicht in anspruchsvolle Berichterstattung und wirklich gut ausgestattete Redaktionen, sondern in Spiel, Spaß und Soaps.
Will man damit sagen, dass die öR Journalismus betreiben? Dann möge man mir bitte nur einen einzigen eigenständig journalistisch erarbeiteten Artikel zeigen, den diese produziert haben. Und wer hier nicht versteht, worauf ich hinauswill. Die Nachrichten kommen durch Agenturen wie dpa oder vergleichbares. Was die öR machen, ist das zusammenkleistern jener auf politisch vorgegebene Ziele (das wäre aber höchstens redaktionell einzustufen und hat rein gar nichts mit Journalismus zu tun) und die Publikation jener dann zensierten Inhalte.

Ich habe noch keinen Bericht über Konflikte gesehen, wo Angreifer und Angegriffene kritisch unter die Lupe genommen wurden, wo beide Seiten befragt wurden. Terrorismus hat ebenso seine Wurzeln genau in der Desinformation der westlichen Medien. Wer nicht versteht, wieso jemand andere terrorisiert, kann auch nicht helfen. Dazu müßte man aber erstmal die Terroristen verstehen und die Terroristen müssen verstehen (ja ich bin vlt so naiv und glaube, dass ein Wandel der westlichen Medienwelt und ein Verstehen/Kommunizieren etwas bewirken können).

Anderes Beispiel: Beim Brexit hätte ich mir gewünscht, dass man die Meinungen beider Seiten veröffentlicht hätte und tiefer in die Problematik eingestiegen wäre. Und das Wichtigste(!), ich hätte mir gewünscht, die Tagesschau hätte nicht bewertet und damit den Zuschauer vorgeschrieben, wie er über den Brexit zu denken hat!!! Genau das hab ich aber erlebt und das ist kein Journalismus, das ist Indoktrination.


Edit "Bürger" - @alle:
Vorsorglich die Bitte, hier keine allgemeinen Themen zu vertiefen, sondern bitte eng und zielgerichtet am eigentlichen Kern-Thema zu bleiben, welches da lautet
Wenn Privatsender glauben, dass sie was zur Grundversorgung beitragen
Danke für das Verständnis und die Berücksichtigung.


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« Letzte Änderung: 03. Juli 2017, 20:14 von Bürger »

Offline Roggi

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Da Pro7 und Konsorten keinen Gegenpol zu der miserablen Berichterstattung des örR bilden, sondern sich anzupassen versuchen, kann bei diesen Privatsendern von Grundversorgung nur im Unterhaltungssektor die Rede sein. Das können sie offensichtlich besser als die Staatssender. Denn die Privaten müssen sich am Geschmack der Bürger orientieren, während sich die Saatssender am Bedarf der Politiker orientieren müssen, damit die Gesetze nicht gerechter, also geändert, werden*.

*Wenn die Gesetze gerechter wären, würden die Einnahmen der örR sinken. Die Staatssender leben zum großen Teil von Lug und Betrug - in der Berichterstattung sowie in der Gesetzgebung.


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Offline LECTOR

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... Die Nachrichten kommen durch Agenturen wie dpa oder vergleichbares. Was die öR machen, ...
Hier ist ein wesentliches Problem genannt, weswegen die angeblich demokratienotwendige Grundversorgung so notwendig sein soll - in letzter Konsequenz durchdacht müssten dann die Befürworter der 'öffentlich-rechtlichen' Grundversorgerung eine 'öffentlich-rechtliche' Nachrichtenagentur fordern und dann wären wir wohl gleich beim Modell 'Prawda' oder dem bereits genannten 'Wahrheitsministerium'.

Zum Problem der 'Medialen Grundversorgung' und der Alternative von 'Anbieter-Diversität statt Binnenpluralismus' siehe auch die Seite:
http://www.zahlungsstreik.net/perspektiven/


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Offline ohmanoman

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Re: Wenn Privatsender glauben, dass sie was zur Grundversorgung beitragen
« Antwort #8 am: 26. September 2017, 22:14 »
Wieso muss eigentlich die Grundversorgung vom öffrech ausgerichtet werden?
Warum wird es nicht ausgeschrieben, wenn ich mal so blöd fragen darf?
Warum kann den z.B. nicht Radio Irriwahn, RTL, …. die Grundversorgung übernehmen?
Die das beste Angebot machen, bekommen den Zuschlag und man und / oder Frau schließt dann ein ABO ab, wenn es einem gefällt.

Der öffentlich rechtliche Rundfunk ist eine Geldbeschaffungseinrichtung für eine ausgewählte Elite, nichts weiter.
Wer den Ablass nicht zahlt, wird geächtet!

Was soll denn die arme Elite denn machen? Die können doch nichts, außer Geld ausgeben.

Der Manager fragt den Klempner, ob er sei Klo reparieren kann. Der Klempner: „Na klar, ich bin doch Klempner“. Der Manager: „Ok, was nehmen sie den die Stunde?“ Der Klempner: „1231,17 € plus Mehrwertsteuer.“ Der Manager: „Wwwwaaaaaassss?“ „Tausentzweihunderteinundreizigsiebzehn?“
(1231,17 €) Der Klempner: „Jup, richtig!“ Der Manager: „Ja, das verdiene ich ja nicht mal als Manager!!???“ Der Klempner: „Als ich als Manager gearbeitet habe, habe ich auch nicht so viel verdient.“


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ARD: „Bei uns sitzen Sie in der Ersten Reihe“ //// Bei uns reihern Sie in die Ersten Sitze!     ZDF: „Mit dem Zweiten sehen Sie Besser“ //// Ein blinder Mensch nicht! Ich sag halt nix und das werde ich wohl noch sagen dürfen! GEZ = Ganoven-Erpresser- Zyniker // ARD = Anstalt-rechtsloser-Diktatur // ZDF = Zentrum der Finsternis

Offline pinguin

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Re: Wenn Privatsender glauben, dass sie was zur Grundversorgung beitragen
« Antwort #9 am: 27. September 2017, 08:22 »
Wieso muss eigentlich die Grundversorgung vom öffrech ausgerichtet werden?
Nö, muß nicht.

Zitat
Warum wird es nicht ausgeschrieben, wenn ich mal so blöd fragen darf?
Weil der nationale Staat seinen ÖRR schützen darf, wie jeder Eigentümer sein Unternehmen auch.

Im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge kann der Staat Wirtschaftszweige selbst übernehmen und braucht sie dann folglich auch nicht ausschreiben. Erklärt der Staat hingegen, im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge einen bestimmten Wirtschaftszweig nicht selber ausführen zu wollen, bedarf es ab eines bestimmten, zu erwartenden Umsatzes der Ausschreibung.

Ist mit dem Rettungsdienst ja genauso; der braucht nur dann ausgeschrieben zu werden, wenn ihn bspw. der Landkreis nicht selber stemmen will.

Zitat
Warum kann den z.B. nicht Radio Irriwahn, RTL, …. die Grundversorgung übernehmen?
Natürlich kann, sofern eine Ausschreibung erforderlich war und an dieses Unternehmen dann die Auftragsvergabe wegen Gewinn der Ausschreibung erfolgt.


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Offline gerechte Lösung

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Re: Wenn Privatsender glauben, dass sie was zur Grundversorgung beitragen
« Antwort #10 am: 27. September 2017, 09:19 »
...  Im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge kann der Staat Wirtschaftszweige selbst übernehmen und braucht sie dann folglich auch nicht ausschreiben. ...
Wenn man mal so will und es "sehr locker" sieht, dann erklärt das natürlich auch die absolute Staatsferne des örR?

Das würde demzufolge dann auch erklären, wieso der Paul diese "nutzlosen Gutachten" immer so schön zugeschoben bekommt? (Wahrscheinlich ist der Text bereits vorhanden?)


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Offline jasonbourne

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Ich würde dem Kollegen gerne schreiben, das er mit seinem Text eine 1a Argumentation für das ersatzlose Streichen des Zwangsbeitrags liefert.

Wenn wir Premium €€€ zahlen, dafür aber
Zitat
Nach § 11 Abs. 1 RStV (Rundfunkstaatsvertrag) hat der öffentlich-rechtliche Rundfunk durch die „Herstellung und Verbreitung von Hörfunk- und Fernsehprogrammen als Medium und Faktor des Prozesses freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung zu wirken. Das ist zwar eingebettet in die Vorstellung eines „klassischen Vollprogramms“. Musik und Sport sind also nicht untersagt.
was es braucht, damit ein „Prozess freier individueller und öffentlicher Meinungsbildung“ zustande kommt, der weiß, dass Sport und Show dabei keine Rolle spielen. Das braucht etwas anderes. Und das sind zuallererst kompetente und gut ausgestattete Redaktionen, die das breitenwirksamste Medium auch mit spannenden und gut recherchierten Sendungen bespielen können, die auch Stoff bieten, damit „freie Meinungsbildung“ erst einmal möglich wird. Das decken die zumeist zeitlich und inhaltlich eingedampften Nachrichtensendungen schon lange nicht mehr ab. Und die großen Reportageformate sind fast völlig verschwunden oder ins Nachtprogramm verbannt worden. Ich zumindest nenne das eine Nicht-Erfüllung des Grundversorgungsauftrages.

nicht einmal Grundversorgung bekommen, weil auch ARD & ZDF in erster Linie billige Talkshows und Unterhaltung produzieren und Themen wie z.b. den verheerenden Anschlag in Mogadischu mit 300 Toten unter den Tisch kehren oder ohne redaktionelle Leistung arbeiten (Reuters und DPD sei dank) -
ja warum dann überhaupt Zwangsbeitrag?

Recht hat der Pro7 Chef nämlich schon: Keine Sau unter 40 schaut ÖR.
Die Mehrheit ist jenseits 60+.

Grundversorgung ist erstmal schwammig definiert, aus Angst zuviel Regeln würden zensierend wirken, und wer sollte das auch überprüfen? Es gibt ja schlicht und das ist einer der Konstruktionsfehler des RFSTV keine geeignete Kontrollinstanz.
Also ist Grundversorgung einfach alles was der ÖRR macht - eine Zensur findet nicht statt.

Bisher waren die Gerichte auf dem Ohr taub und auf den Augen blind, sie wollten das einfach nicht sehen. Das Angebot ist ja da, wenn bestimmmte Bev. Gruppen es nicht ansehen, ist das doch deren Problem, nicht das des ÖRR. Schliesslich funkt er halt überall herum.
Und da Pro7 eben genau diese Zielgruppe erreicht, macht er auch Grundversorgung.

Solide recherchierte Informationen bekommt man heute vlt. noch ab und zu wenn man Schmuckstücke im Spiegel, Welt oder FAZ (vlt. auch SZ) findet, ansonsten auf gut recherchierten Fachblogs oder im englischsprachigem Raum.


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« Letzte Änderung: 01. November 2017, 12:26 von DumbTV »

Offline Uwe

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Sehr gut zu sehen in der Zahlenzentrale von DWDL

Altersdurchschnitt ARD: 63 Jahre
Altersdurchschnitt ZDF:  64 Jahre

Durchschnittsalter der Zuschauer vom Vortag

Quelle:

https://www.dwdl.de/zahlenzentrale/#tvquoten


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Offline drone

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Quelle:
https://www.dwdl.de/zahlenzentrale/#tvquoten

Und deren "höchstzuverlässige" Zahlen stammen dann von
Zitat
Quelle: AGF/GfK Fernsehforschung, Media Control für DWDL.de; Datenbasis: deutschsprachige Bevölkerung, BRD Gesamt; Aufbereitung der Daten: DWDL.de
bei der die "Befragungsmethode" eigentlich nur nicht die angegebene "Datenbasis" referenziert, sondern einzig minimale, sehr speziell ausgewählte, und damit statistisch irrelevante Teile davon.

(Danke übrigens noch für's tweeten bei NH!)


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Offline drone

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Re: Wenn Privatsender glauben, dass sie was zur Grundversorgung beitragen
« Antwort #14 am: 01. November 2017, 11:09 »
In der Leipziger Internet Zeitung sind übrigens in der Reihe "Medien machen in Fakenews-Zeiten" (bis dato 15 Beiträge) einige weitere lesenswerte Artikel erschienen, die sich u.a. auch kritisch mit dem Gebaren des ÖRR auseinandersetzen.

Eine Übersicht bietet der:
"Artikel zum Schlagwort Medien machen in Fakenews-Zeiten"
https://www.l-iz.de/tag/Medien-machen-in-Fakenews-Zeiten
(abgerufen am 01.11.2017)


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