Autor Thema: ARD will digitale Angebote ausbauen – Audio-App geplant  (Gelesen 938 mal)

Offline PersonX

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Heise.de, 23.11.2016

ARD will digitale Angebote ausbauen – Audio-App geplant
von dpa/axk

Zitat
Der Rundfunkbeitrag wird nicht gesenkt – dafür sollen die öffentlich-rechtlichen Sender sich aber reformieren. Das haben die Ministerpräsidenten der Länder Ende Oktober entschieden. Die ARD-Intendanten haben jetzt darüber beraten, was sich ändern soll.

Weiterlesen auf:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/ARD-will-digitale-Angebote-ausbauen-Audio-App-geplant-3501748.html

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Edit "ChrisLPZ":
Layout angepasst und in Pressemeldungen verschoben


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« Letzte Änderung: 23. November 2016, 20:07 von ChrisLPZ »
Beim Benutzen von Geräten mit zu kleinem Bild werden öfters Zeichen nicht richtig eingegeben auch nicht immer sauber kontrolliert, wer also solche Zeichenfehler findet z.B. "ein" statt "eine", darf diese behalten, wenn der Inhalt des Textes nicht völlig entstellt wird.

Offline cook

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Re: ARD will digitale Angebote ausbauen – Audio-App geplant
« Antwort #1 am: 23. November 2016, 20:07 »
Zitat
Weiter wachsen soll das neue multimediale Angebot für Jugendliche von ARD und ZDF, "funk". Der Programmgeschäftsführer Florian Hager stellte nach sechs Wochen die ersten Zahlen vor. Demnach kamen die "funk"-Inhalte auf allen Plattformen auf eine Gesamtzahl von rund 25 Millionen Views. Auf YouTube und Facebook gibt es zusammen 1,27 Millionen Abonnenten. Die App wurde rund 100.000 Mal heruntergeladen.

Soso... Da hat der Flo aber schön gerechnet (nein: schöngerechnet).

Da die Videos der Vlogger auch als eigenständige Channels bei Youtube auftreten, kommt natürlich viel zusammen, wenn man einfach alles aufaddiert.

Der funk-Youtube Kanal verbirgt die Abonnenten-Zahl  :-[, aber hatte seit 13.9.2016 ca. 1,1 Mio. views. Die häufigst gesehenen Videos dort waren die funk-Trailer mit rund 622.000, 264.000 und 80.000 views.

Bei den aufgekauften Vlogger-Kanälen haben wir coldmirror mit 818.000 Abonnenten (seit 2002) und Kliemannsland mit 170,000 (seit April 2016). Meist geguckte Videos: coldmirror 3,8 Mio. (seit 6 Jahren) - Kliemannsland 412.000 (seit 2 Monaten)

Facebook-funk-Seite: <10.000 likes.

Kurz zusammengefasst: funk interessiert kein Schwein. Die Vlogger-Videos werden geguckt, könnten aber auch ohne funk ganz gut. 45 Mio. EUR in den Sand.


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Offline ellifh

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Re: ARD will digitale Angebote ausbauen – Audio-App geplant
« Antwort #2 am: 23. November 2016, 20:10 »
Zitat:
Das Angebot sei werbefrei "und ohne dass Nutzer mit ihren Daten bezahlen müssen".Zitat Ende

Somit wird es aufgedrängt. Ich will es nicht und werde dafür nicht bezahlen. Weder mit Daten noch mit was anderem.
Wer es nutzen will, soll doch dafür bezahlen und gut ist. Aber da haben sie ja Angst, das es keiner nutzt und kein Geld reinkommt. Dann schon lieber über die Wohnungssteuer abkassieren...So hat man ja eine Grundlage, egal wie bescheiden und zusammengeschustert  das "Programm" auch ist.


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Gattungen, die sich nicht anpassen, gehen zugrunde.

Paul Watzlawick

Offline cook

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Re: ARD will digitale Angebote ausbauen – Audio-App geplant
« Antwort #3 am: 23. November 2016, 20:13 »
Zitat
Mehr Transparenz bei Honoraren

Bis Ende März will der Verfassungsrechtler Paul Kirchhof seinen Bericht über die juristischen Rahmenbedingungen für mehr Transparenz der öffentlich-rechtlichen Sender vorlegen. Hintergrund sind Forderungen nach der Offenlegung etwa von Honoraren oder Vertragsdetails bei Sportrechten. Kirchhof stellte bereits jetzt klar: "Was für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gefordert wird, muss dann auch für den privaten Anbieter gelten. (...) Das ist, glaube ich, die Grundstruktur des Transparenzthemas."

Sehr gut Paule, auf dich ist verlass. Kannst dann auch gleich mal mit gutem Beispiel vorangehen und deine eigenen Honorare offenlegen.


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Offline ChrisLPZ

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Re: ARD will digitale Angebote ausbauen – Audio-App geplant
« Antwort #4 am: 23. November 2016, 20:14 »
Danke @cook für die Zahlen.
zwei Screenshots von heute zur Dokumentation:

Youtube 23.11.2016 :


Facebook 23.11.2016 :


Siehe auch:
Zahl des Tages: Funk erreicht Nutzer kaum über die eigene App vom 3.11.2016
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,20818.msg134390.html#msg134390

Vor 10 Tagen:
Youtube (screenshot 3.11.16):
7 Videos mit kumulativ ca. 1 Million "views" seit dem Start am 1. Oktober 2016, d.h. in ca. 1 Monat
-> 45 Millionen Euro Budget im Jahr -> 3,75 Millionen Euro im Monat -> 3,75 Euro an Beitragsgeldern für einen "Click"  :o




Facebook (screenshot 3.11.16):
Lediglich 8969 "Likes" in einem Monat



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« Letzte Änderung: 23. November 2016, 20:37 von ChrisLPZ »

Offline 20MillionenEuroTäglich

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Re: ARD will digitale Angebote ausbauen – Audio-App geplant
« Antwort #5 am: 23. November 2016, 21:27 »
örR Akzeptanz per Radio/TV schwindet seit Jahren und wird heute schon nur noch von einer Minderheit benötigt, aber wer bitte braucht aufgezwungene ARD/ZDF&Co "Angebote" im Internet, noch dazu für 13000 Euro??   


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21 Millionen BS Mahnmaßnahmen (s. Jahresbericht 2016 GEZ/Beitrags"service" S. 25)+Millionen zähneknirschend zahlende ARD/ZDF&Co Nichtnutzer nicht berücksichtigt. Immer mehr wehren sich, u.a. gegen zwangsfinanzierte, unverschämte örRenten: z.B. 22952 (!) Euro Pension (monatlich, nicht jährlich) für T*m B*hrow/WDR u. weigern sich, so etwas in lebenslänglichen Zwangsraten à 17,50 (=ca. 13000 EUR!) mitzufinanzieren. Zahlst Du noch oder verteidigst Du schon Deine Grundrechte?

Offline Sindri

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Re: ARD will digitale Angebote ausbauen – Audio-App geplant
« Antwort #6 am: 24. November 2016, 14:30 »
Kurz zusammengefasst: funk interessiert kein Schwein. Die Vlogger-Videos werden geguckt, könnten aber auch ohne funk ganz gut. 45 Mio. EUR in den Sand.

In meinen Augen ist die ganze Konstruktion von "funk" ohnehin nur ein Perfidie kaum zu übertreffender Versuch, den Zwangscharakter der Rundfunkbeiträge zu "rechtfertigen". Fakt ist, junge Menschen – also Menschen meiner Generation – haben oftmals gar keinen Fernseher oder nutzen ihn nicht für lineares Fernsehen, sondern für Netflix oder als Bildschirm für die Spielkonsole. Schuld hieran sind neben allgemein veränderten Mediengewohnheiten auch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, die jahrelang keinen ernsthaften Versuch unternommen haben, ihr Programm für Jugendliche oder junge Erwachsene in irgendeiner Weise attraktiv zu machen.

Man könnten nun mühelos nach dem Verursacherprinzip verfahren: Die öffentlich-rechtlichen Anstalten haben selbst dazu beigetragen, dass immer weniger junge Leute ihr "Angebot" nutzen, also müssen sie jetzt mit den Konsequenzen leben und mit weniger Einnahmen auskommen. Das geht natürlich gar nicht (alleine schon, weil junge Menschen überdurchschnittlich oft Single-Haushalte bewohnen und somit das meiste Geld abwerfen dürften). Also hat man erst die Gebühr für "neuartige Rundfunkgeräte", dann die Haushaltsabgabe erfunden. Begründung: Im Internetzeitalter nutzt doch jeder irgendwie öffentlichen Rundfunk.

Nun ist es aber so: Wer schlicht und ergreifend kein Rosamunde Pilcher sehen möchte, der wird dies auch in der Mediathek nicht tun. Junge Leute können also immer noch sagen: 'Ich nutze das doch gar nicht.' Ihnen ist ja i.d.R. auch eine ausreichende Medienkompetenz und technische Versiertheit für eine gezielte Nicht-Nutzung zuzutrauen. Und da kommt nun "funk" in Spiel. "Funk" setzt auf bereits etabierte Angebote und tritt dabei selbst gar nicht bzw. erst zum Schluss in Erscheinung. Es kann einem also ganz schnell mal passieren, dass man ein öffentlich-rechtliches "Angebot" genutzt hat, ohne zu wissen, dass es sich dabei um ein öffentlich-rechtliches "Angebot" gehandelt hat (Gesetzt den Fall natürlich, man ist tatsächlich so veranlagt, ein Format vom Schlage eines "Fickt euch!" ernsthaft sehen zu wollen). Und schon ist man ein Nutzer und hat keinen Grund mehr, die 17,50 € nicht zu bezahlen. "How convenient!", wie der Engländer sagen würde.

(Ich hoffe das war der richtige Thread für derartige Ausführungen.)


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