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Kann man der Schufa / Creditreform die Auskunft an explizite Dritte verweigern?

Begonnen von d-angel2001, 24. Februar 2020, 09:45

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d-angel2001

Person A betreibt eine Einzelunternehmung sowie zukünftig eine Firma in anderer Rechtsform. Person A möchte wissen, ob er der Schufa bzw. insbesondere Creditreform die Auskunft an explizite Dritte verweigern kann. So zum Beispiel den ÖRF Anstalten sowie dem Beitragsservice, da Person A nicht möchte, dass sensible Unternehmensinformationen an diese "Unternehmen" gelangen und dort womöglich gegen Person A missbraucht werden könnten (z.B. Anzahl der Mitarbeiter, ...).

Gibt es eine Möglichkeit gemäß BDSG, dass Person A Creditreform explizit die Auskunft gegenüber bestimmten Dritten (auch im Namen anderer jur. Personen/Firmen die von Person A geführt werden) zu verweigern?
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Zeitungsbezahler

Wenn irgendwer irgendwas wissen will, was ist die Intention des potentiellen Anworters? Warum sollte dieser irgendwelche Fragen beantworten? Was hätte der Antworter für Vorteile? Wägen diese Vorteile irgendwelche Nachteile daraus auf?
Wer "Geschäftspartner" durch Beantwortung von irgendwelchen Fragen wird, könnte vielleicht aus den AGB des Fragers Schlußfolgerungen ziehen, aber wozu?

d-angel2001

Zitat von: Zeitungsbezahler am 26. Februar 2020, 10:05
Wer "Geschäftspartner" durch Beantwortung von irgendwelchen Fragen wird, könnte vielleicht aus den AGB des Fragers Schlußfolgerungen ziehen, aber wozu?

Wenn wir nicht aneinander vorbei Reden:
Der Beitragsservice könnte über eine solche Anfrage z.B. die Anzahl der Mitarbeiter etc. erfahren, sofern Person A dies bei Crefo bekannt wäre.

Oder verstehe ich deine Antwort irgendwie falsch?
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Zeitungsbezahler

Creditreform ist eine "Selbstauskunftsbude". Es leitet Daten weiter, die öffentlich bekannt sind und von dem Unternehmen selbst zugefügt wurden. Ein potentieller Geschäftspartner fragt also nicht direkt bei seinem zukünftigen Partner an, sondern bemüht Creditreform, wozu das auch immer gut sein soll, aber wenn jemand bereit ist dafür Geld zu bezahlen für Daten, die er auch bei seinem zukünftigen Geschäftspartner mit gleichem Wahrheits- oder Unwahrheitsgehalt erfragen könnte, dann sei es ihm unbenommen, genau dies zu tun.
Wozu sollte man also Creditreform Daten mitteilen, die nicht sowieso öffentlich zugänglich sind (Handelsregisterauszug, Bilanzhinterlegung)? Was erhoffte man sich davon?
Sollte man bei Creditreform den Anschein erwecken, das Unternehmen hätte tausende Mitarbeiter? Dann dürfte der Beitragsservice eine entsprechende Schätzung für die Betriebsstättenabgabe veranlassen.
Da wäre es doch besser, bei einer etwaigen Schätzung der Betriebsgröße in einem Widerspruchsverfahren oder im Rahmen einer Klage die tatsächlichen Angestellten mitzuteilen oder gar einen Zahler in den Räumlichkeiten des Betriebes haben, der die Betriebsstättenabgabe entsprechend drückt, da Betriebsstätten in Wohnungen ja beitragsbefreit sind, völlig unabhängig, wie groß der Betrieb ist...
Schufa ist ja nur für Privatpersonen eine Institution, die aber eine Einwilligung des Verbrauchers zur Datensammlung erfordert, leider passiert das oft über die AGB der Geschäftspartner des Privatiers, natürlich läßt sich dieser Passus streichen, hat dann aber möglicherweise Folgen für die Geschäftsbeziehung.

GEiZ ist geil

Zitat von: Zeitungsbezahler am 26. Februar 2020, 11:38
Ein potentieller Geschäftspartner fragt also nicht direkt bei seinem zukünftigen Partner an, sondern bemüht Creditreform, wozu das auch immer gut sein soll

Das ist bei manchen Warenkreditversicherungen Bedingung. Wenn die Anfrage bei z.B. Creditreform oder Bürgel oder einer anderen "Wirtschaftsauskunftei" positiv ist, bezahlt bei einem Zahlungsausfall die Warenkreditversicherung.

d-angel2001

... kann das aus Erfahrung bestätigen. Auch wenn das ganze Verfahren mehr als Skuril ist. Creditreform sammelt zum einen Öffentliche Daten fragt aber auch mind. 1x jährlich nach verschiedenen Informationen. Ohne einen Datensatz hat man zumindest als Unternehmer mehr als schlechte Karten in Sachen Krediten! Selbst wenn der Datensatz ein "unbeschriebenes Blatt" ist. Und das selbst dann wenn der Bank einwandfreie Zahlen schwarz auf weiß vorliegen. Crefo fragt diese telefonisch oder via Post-Formular ab - ohne Nachweise.

Bei Schufa bekommt man mit "keinen vorliegenden Daten" meist zumindest noch ein halbwegs neutrales Ranking. bei Creditreform ist der Score meist übel, wenn man keine Infos Preis gibt.

Wie viel derartige Informationen dann wirklich Wert sind und wieso es Banken/Unternehmen gibt, welche diese Abfragen... es entzieht sich meiner Kenntnis. Schade, dass ich nicht auf die Idee gekommen bin mit so einem "Unfug" Geld zu verdienen  ;D
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