Autor Thema: Agenturen gegen Werbe-Aus bei ARD und ZDF  (Gelesen 2557 mal)

Offline Uwe

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Agenturen gegen Werbe-Aus bei ARD und ZDF
« am: 19. Februar 2015, 23:00 »


Agenturen gegen Werbe-Aus bei ARD und ZDF

Der private Rundfunkverband VPRT fordert ein totales Werbe-Aus im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und eine Beschränkung der Werbung bei den ARD-Hörfunkwellen auf 60 Minuten täglich und nur eine Welle.

Die Ministerpräsidenten wollen in ihrer Sitzung am 18. Juni über Werbung auf ARD und ZDF diskutieren. Das Thema steht vor dem Hintergrund der Mehreinnahmen von rund 1,5 Milliarden Euro, die der 2013 eingeführte Rundfunkbeitrag in die Kassen spült. Die Politiker müssen entscheiden, was mit dem Geld geschehen soll. Neben den Werbereduzierungen stehen Beitragssenkungen und die Überlegung, die Budgets der Anstalten zu erhöhen, im Raum.

weiterlesen auf:

http://www.horizont.net/medien/nachrichten/oeffentlich-Rechtliche-Agenturen-gegen-Werbe-Aus-bei-ARD-und-ZDF-132938


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David Lee

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Re: Agenturen gegen Werbe-Aus bei ARD und ZDF
« Antwort #1 am: 20. Februar 2015, 14:03 »
Naja, was erwartest Du denn?

Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.

Die entsprechende Lobby wird schon ordentlich Wind machen.

Ist doch ganz normal.


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Offline Uwe

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Re: Agenturen gegen Werbe-Aus bei ARD und ZDF
« Antwort #2 am: 20. Februar 2015, 16:46 »


WERBUNG BEI ARD UND ZDF
Weitet die Werbung aus!



Juliane Paperlein

Die Umstellung von der GEZ-Gebühr auf den Beitrag sollte ursprünglich aufkommensneutral erfolgen – also eben nicht zu Mehreinnahmen für ARD, ZDF und Deutschlandradio führen.

Viel eher müsste daher die Frage nach einer Ausweitung der Werbezeiten gestellt  werden. Sie gehört jedoch in einen weitaus größeren Kontext, nämlich in den, ob ein primär gebührenfinanziertes System in einer Zeit, in der Informationen aus aller Welt über zahlreiche Plattformen zugänglich sind, noch zeitgemäß ist. Solche Ideen laut auszusprechen, gehört hierzulande jedoch nicht zum guten Ton. Das hat die harsche Kritik am Wissenschaftlichen Beirat des Finanzministeriums gezeigt, der im Dezember eine Radikalreform des öffentlich-rechtlichen Systems forderte.

weiterlesen auf:

http://www.horizont.net/medien/kommentare/Werbung-bei-ARD-und-ZDF-Weitet-die-Werbung-aus-132963


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Offline InesgegenGEZ

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Re: Agenturen gegen Werbe-Aus bei ARD und ZDF
« Antwort #3 am: 20. Februar 2015, 17:33 »
Wenn es keine Werbung mehr bei den örR Fernsehen / Radio geben würde, dann würden die ganzen Spielshows, in den Bürger Geld erspielen oder gewinnen können, wegfallen. Denn mit den Beiträgen darf dies nicht finanziert werden. Dies würde im Übrigen auch bedeuten, dass sich noch mehr Bürger von den örR abwenden. Zudem müssten sich die Anstalten etwas einfallen lassen, welche x-te Wiederholung sie nun anstatt der Spielshows bringen sollen.


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Offline Bürger

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Re: Agenturen gegen Werbe-Aus bei ARD und ZDF
« Antwort #4 am: 20. Februar 2015, 17:55 »
...zum Thema, was mglw. tatsächlich hinter der ganzen Werbe-Sparte steht und somit auch hinter einer Reduzierung oder Abschaffung der Werbung bei ARD-ZDF-GEZ stehen würde:

Nicht groß diskutieren. Aufklären und informieren ist wichtiger....teilen, liken
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,12305.msg82748.html#msg82748

Aufklären und informieren.... teilen, liken etc.
Alle Beiträge von Martin Weber!
https://www.facebook.com/martin.weber.771282?fref=photo

Im Januar 2014 war es, als die KEF mitteilte: Verzicht auf Werbung und Sponsoring würde den Rundfunkbeitrag um 1,25 € erhöhen.

http://www.kef-online.de/inhalte/sonderbericht/index.html

Dazu muss sich jeder den Auftrag ansehen, den die KEF von den Regierungschefs und Regierungschefinnen bekommen haben.

http://www.kef-online.de/inhalte/sonderbericht/KEF_Sonderbericht_2014.pdf

Dann wird schnell klar das es eine einseitige Sichtweise ist, da ungenügend beleuchtet.

Jede Rundfunkanstalt hat eine eigene 100% Werbetochter, gemeinsam sind diese in der gemeinsamen Tochtergesellschaft aller Rundfunkanstalten, der AS&S gebündelt. Diese decken sowohl den TV als auch Radiobereich ab.

Was wird nicht ausreichend beleuchtet von der KEF und auch von den entsprechenden Medien nicht hinterfragt?

Verzicht auf Werbung und Sponsoring würde bedeuten:
AS&S wird von der Nabelschnur Rundfunkbeitrag getrennt. Damit automatisch auch die 9 Werbegesellschaften der Rundfunkanstalten.
Das gleiche betrifft ZDF Werbefernsehen GmbH und die Sport A Marketing GmbH (gemeinsame Vermarktungsfirma aller Rundfunkanstalten und ZDF).


Darüber hinaus stellt sich folgende Frage:
Wenn die Werbegesellschaften von der Nabelschnur abgetrennt werden, werden automatisch ALLE unter den Werbegesellschaften ansässigen Töchter, Enkel und Urenkel Beteiligungen auch abgetrennt. Denn logischerweise gehören die ja zu dem "Kerngeschäft" der Werbegesellschaften, sonst wären sie ja nicht dort angesiedelt. Oder wie sehen das die Konstrukteure der Rundfunkanstalten, die sich dieses "Geflecht" aufgebaut haben?

Kleines Beispiel:
Studio Hamburg GmbH ist unter der NDR Media GmbH (Werbegesellschaft) angesiedelt. Studio Hamburg (13 Millionen € Fehlbetrag) wurde von der NDR Media mit 20 Millionen bezuschusst. Freie Dienstleister in diesem Metier, die 13 Millionen rote Zahlen schreiben, bleibt irgendwann nur der Gang in die Insolvenz. Hier fehlen die 20 Millionen letztendlich der Mutter von NDR Media GmbH, dem NDR.

Und als Jahresfehlbetrag nennt der NDR für 2013 im Geschäftsbericht dann die schlappe Summe von 16.137.014,44€

Werden dann noch über 60 Hörfunksender benötigt? Wohl kaum, denn ohne Werbung und Sponsoring sind es uninteressante Sender. Also bleiben die Radiosender, die den Grundbedarf abdecken.

Für die private Wirtschaft werden Frequenzen frei, die kann sich ja dann die "eigenständige" AS&S in einer neuen Säule aufbauen und ihr eigenes privates Radioprogramm anbieten. Oder andere private Anbieter übernehmen freie Frequenzen.

Man würde schnell sehen, es würde auch Geld gespart werden bei den Kosten für Sportrechte. Denn die Rundfunkanstalten sehen ihre Aufgaben weniger darin, gewisse Veranstaltungen im "Free TV" dem Konsumenten anzubieten, denn die freie Übertragung von speziellen Sportveranstaltungen ist gesetzlich geregelt, unabhängig ob die privaten wie RTL, SAT oder die öffentlich-rechtlichen ARD, ZDF die Rechte kaufen.
Hierbei geht es ARD, ZDF nur um eins - Werbeblöcke zu Zeiten der Sportübertragung zu einem sehr hohen Preis verkaufen zu können und durch geschickte Platzierungen von Sponsoring (z.B. der mit dem Stern am Auto zur WM 2014) Einnahmen zu generieren.

Es gibt in Deutschland 2 große Werbe - und Marketingagenturen, die AS&S und die RMS. Die eine konnte nur entstehen durch ehemalige Rundfunkgebühren und weiter expandieren mit Rundfunkbeiträgen, die andere musste sich von Anfang an selbst finanzieren.

Würde der Rundfunkbeitrag durch Verzicht auf Werbung und Sponsoring, der ALLE sich daraus ableitenden Konsequenzen beinhaltet, immer noch zu einer Erhöhung führen?

Nein, er würde sich deutlich senken. Es kommt immer darauf an, wie solche Aufträge an eine KEF inhaltlich gestaltet sind. Dann bekommt man auch die Ergebnisse, die man möchte.

Die AS&S wurde 1994 gegründet, aufgewachsen im Schoß der Eltern von ARD, mit 20 Jahren ist es an der Zeit, seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Waren es verantwortungsvolle Eltern, haben die Kinder gelernt auf eigenen Beinen zu stehen.

Vor allem aber kommt man einer Definition der Grundversorgung einen Schritt näher, wenn auch weiterhin noch meilenweit entfernt im 21 Jahrhundert.

Die Rahmenbedingungen muss der Gesetzgeber festlegen, womit wir beim größten Problem sind. Denn der Gesetzgeber hat kein Interesse daran.

PS: Die Liste der Beteiligungen auf der rechten Seite in der Grafik erlaubt nur einen "Einblick" in die Größenordnung. Sie ist zu umfangreich um lesbar dargestellt zu werden.

Dies wird im Januar 2015 an anderer Stelle, mit einigen anderen Informationen erfolgen.




Umfangreiche Aufschlüsselungen der Beteiligungsstrukturen und viele weitergehende Hintergrundinformationen finden sich in dem erst seit wenigen Wochen öffentlich geschalteten Aufklärungs- und Info-Portal der

Initiative medienreform21
www.medienreform21.org

Beteiligungsstrukturen
http://medienreform21.org/index.php/oerr-spezial/beteiligungsstruktur#faqnoanchor


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« Letzte Änderung: 20. Februar 2015, 18:01 von Bürger »

Offline cecil

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Re: Agenturen gegen Werbe-Aus bei ARD und ZDF
« Antwort #5 am: 25. Februar 2015, 19:46 »
Den Rundfunkbeitrag als Wohnungszwangsabgabe eingeführt zu haben, ist schlimm. Unzumutbar ist es, wenn mit Einnahmeüberschüssen strukturelle Änderungen des Rundfunksystems  finanziert werden - anstatt den Beitrag zu senken. Der Beitrag ist für viele Mitbürger/innen, die sich nicht befreien lassen können, viel zu hoch, auch nach der letzten minimalen Senkung. 


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AKTION (Kommunal-)Politik - aktiv gegen den Rundfunkbeitrag!
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